Pressemitteilungen

2022

KV Bremen unterstützt MFA-Protest

11.01.2021

KV Bremen unterstützt Protest der Medizinischen Fachangestellten: „Sie werden einfach vergessen."

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen und ihre 2000 Mitglieder, die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Bremen und Bremerhaven, unterstützen die Protestaktion der Medizinischen Fachangestellten am 12. Januar in Berlin. Die Protestierenden fordern Anerkennung und Wertschätzung sowie einen Corona-Sonderbonus – analog den Pflegekräften in den Krankenhäusern – aus staatlichen Mitteln.

„Es ist mehr als unverständlich, dass Politik und Bundesregierung die Leistung der Teams in den Praxen der Niedergelassenen und in den Bereitschaftsdiensten der KVen einfach verdrängen und vergessen!“, solidarisieren sich Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, die Vorstände der KV Bremen, mit den Protestierenden. Insbesondere die Praxen im hausärztlichen Versorgungsbereich haben den Krankenhäusern den Rücken freigehalten und die weit überwiegende Zahl der COVOID-19-Patienten versorgt. „Unter erschwerten Bedingungen zur Einhaltung der besonderen Hygienevorschriften haben die Teams in den Praxen seit Beginn der Pandemie hier engagierte Arbeit geleistet und gerade in den letzten Monaten neben der Patientenversorgung auch noch geimpft wie der Teufel“, so die KV-Vorstände. Zudem wurde auch ein großer Teil des Personals in den Impfzentren und Impfstellen durch die Praxen gestellt. „Wir können es sehr gut verstehen, dass die Medizinischen Fachangestellten auf die Straße gehen und darauf aufmerksam machen, dass die Bundesregierung nicht bereit ist, diese großartige Arbeit ebenso anzuerkennen und zu belohnen, wie schon mehrfach die der Pflegekräfte. Wir unterstützen ihren Marsch in Berlin ausdrücklich.“

Die Vertreterversammlung der KV Bremen hatte zuletzt am 7. Dezember 2021 einen Corona-Bonus für Medizinische Fachangestellte gefordert. Die Resolution ist auf der Homepage der KV Bremen abrufbar.

Neue Öffnungszeiten für Corona-Schnelltestungen in der Vahr

06.01.2022

Neue Öffnungszeiten für Schnelltestungen in der Coronaambulanz in der Vahr

Bürgerinnen und Bürger können für einen kostenlosen Corona-Schnelltest ohne Anmeldung die Corona-Ambulanz der KV Bremen in der Vahr zu folgenden Zeiten aufsuchen: Montag bis Samstag von 8:30 bis 9:30 Uhr, von 12:30 bis 13:30 Uhr sowie von 14:30 bis 15:30 Uhr.

Die Coronaambulanz Bremen-Stadt befindet sich in der Vahrer Str. 228 in 28329 Bremen.

Sonderimpfaktionen auf patienten.kvhb.de

28.12.2021 + 04.01.2022

Sonderimpfaktion auf patienten.kvhb.de

Angebote zu Sonderimpfaktionen gegen das Coronavirus in Arztpraxen werden auf der Patientenhomepage der KV Bremen patienten.kvhb.de gelistet und fortlaufend ergänzt. Interessenten können sich auf diese Weise schnell einen Überblick verschaffen, welche Praxen Sonderimpfungen zum Beispiel an Wochenenden anbieten.

2021

Mit dem Chatbot zur medizinischen Ersteinschätzung

15.12.2021

„Patienten-Navi online“: Mit dem Chatbot zur medizinischen Ersteinschätzung

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet – auch zu Gesundheitsthemen. An diese Gruppe richtet sich ein neues Angebot der Kassenärztlichen Vereinigungen. Über ein digitales Dialogsystem (Chatbot) können Hilfesuchende ihre Beschwerden analysieren und eine Ersteinschätzung bekommen. Bremen ist eine von vier Pilotregionen für das Angebot „Patienten-Navi online“.

Liegt ein echter Notfall vor? Genügt ein Besuch beim Hausarzt am nächsten Tag? Sollte ein Facharzt in den nächsten Tagen konsultiert werden? Antworten darauf liefert der „Patienten-Navi online“ mithilfe gezielter Fragen und Nachfragen, die Nutzer schnell und bequem über ihr Smartphone, ihr Tablet oder ihren Desktop-PC beantworten können.  Der „Patienten-Navi online“ ist abrufbar unter patienten.kvhb.de oder www.116117.de.

Der „Patienten-Navi online“ basiert auf der Ersteinschätzungssoftware SmED (Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland), die bundesweit in den Bereitschaftsdienstzentralen der Kassenärztlichen Vereinigungen zum Einsatz kommt. Er gibt eine Empfehlung ab, wann Hilfe benötigt wird (sofort, schnellstmöglich, binnen 24 Stunden oder in den nächsten Tagen) und welche die richtige Anlaufstelle ist (Rettungsdienst, Notaufnahme, Arztpraxis oder Bereitschaftsdienst). Eine ärztliche Diagnose wird nicht gestellt.

Sollte es sich bei den angegebenen Beschwerden um einen echten Notfall handeln, wird die Befragung sofort abgebrochen und der Nutzer aufgefordert, umgehend die Notfallnummer 112 zu wählen. In allen anderen Fällen erhalten die Anwender eine PIN mittels derer sie eine weitere telefonische Beratung über die Servicenummer 116117 einholen können, wenn sie es wünschen.

„Der Patienten-Navi online holt die Hilfesuchenden dort ab, wo sich viele aufhalten – nämlich im Internet. Damit kommen wir den Gewohnheiten der User entgegen und liefern ihnen eine seriöse und evidenzbasierte Informationsquelle“, erklären Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen. Das digitale Angebot ergänzt die telefonische Beratung über den Patientenservice 116117 und soll dazu beitragen, die Wartezeiten für Anrufer zu minimieren. Darüber hinaus ist der „Patienten-Navi online“ ein Beitrag, den ungesteuerten Andrang auf Notaufnahmen zu reduzieren.

Das Bundesland Bremen gehört neben Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf zu den vier Pilotregionen für den „Patienten-Navi online“. Weitergehende digitale Angebote im Zusammenhang mit dem Patienten-Navi wie zum Beispiel Terminbuchungen oder Telesprechstunden sind in weiteren Ausbaustufen möglich.

Sonder-Impfaktionen am vierten Adventswochenende

14.12.2021 

Sonder-Impfaktionen am vierten Adventswochenende

Zahlreiche Haus- und Facharztpraxen stellen auch in den kommenden Tagen Sonder-Impfaktionen auf die Beine und treiben damit die Impfquote im Land Bremen weiter nach oben.

 

Impfaktionen am kommenden Adventswochenende:

Große Impfaktion in der Kirche St. Michael (Bremen-Grohn) 
Grohner Bergstraße 1 
28759 Bremen 
Eine Aktion der derma-nord Hautarztpraxen (www.derma-nord.de) mit Unterstützung der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Michael Grohn
Die Anmeldung zur Impfung ist nur online möglich unter folgendem Link:
https://www.termed.de/arzt/2606/-impfaktion-4-advent-grohner-kirche-zur-terminvereinbarung-klicken-sie-auf-behandlungsgrund
Bitte rufen Sie nicht für Fragen zur Impfung in der Praxis oder im Gemeindesekretariat an. Bringen Sie zur Impfung Ihre Versicherungskarte, Ihren Personalausweis, Ihren Impfausweis sowie den ausgefüllten Einwilligungsbogen mit. Melden Sie sich zu Ihrer gebuchten Zeit am Eingang zum Gemeindesaal. Da die Impfung im Kirchenschiff stattfindet, sollten Sie die Kleidung so wählen, dass Sie den Oberarm direkt unter der Schulter freimachen können, ohne sich weiter auszuziehen. 

 

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Impfen ohne Terminvereinbarung:
Samstag, 18. Dezember, und Sonntag, 19. Dezember, jeweils 11:00 bis 14:00 Uhr
Praxis für Anästhesie und Schmerztherapie
Dres. med. Schulz-Meentzen, Rakowitz, Klünder, Franke und Iden
Sonneberger Strasse 6
28329 Bremen (Vahr)
Bringen Sie zur Impfung bitte Ihre Versicherungskarte, Ihren Personalausweis, Ihren Impfausweis und eine FFP2-Maske mit.

 

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Impfen ohne Terminvereinbarung:
Freitag, 17. Dezember von 10:00 bis 14:30 Uhr  & Samstag, 18. Dezember, 09:00 bis 12:00 Uhr
Dr. Björn Ackermann / Ulrich Lüdemann
Gröpelinger Heerstraße 115
28237 Bremen (Gröpelingen)
Tel.: 0421 - 64 38 643
Impfwillige bringen bitte Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mit.

 

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Impfen ohne Terminvereinbarung:
Samstag, 18. Dezember, 09:00 bis 13:00 Uhr
Dr. Ludwig W. Ackermann / Dr. Adrianus den Hertog 
Gerhard-Rohlfs-Straße 39
28757 Bremen (Vegesack)
Tel.: 0421 - 66 70 70
E-Mail: info@knochenpapst.de
Impfwillige bringen bitte Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mit.

 

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Impfen ohne Terminvereinbarung:
Praxis für Orthopädie Trumann
Samstag, 18. Dezember, 09:00 bis 12:00 Uhr
Hammersbeckerstraße 224a
28755 Bremen
Tel.: 0421 - 60 60 20
Impfwillige bringen bitte Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mit.

 

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Impfen ohne Terminvereinbarung:
Praxis Meyer-Möhring
Samstag, 18. Dezember, 09:00 bis 12:00 Uhr
Reeder-Bischoff-Straße 28
28757 Bremen (Vegesack)
0421 - 655151
Impfwillige bringen bitte Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mit.

 

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Zahlreiche Praxen bieten darüber hinaus in den kommenden Tagen vor Weihnachten im Rahmen ihrer üblichen Sprechzeiten Corona-Impfungen an und sind dafür mit Unterstützung der Apothekerkammer Bremen mit zusätzlichem Impfstoff beliefert worden. Damit konnten die Haus- und Facharztpraxen in Bremen ihr Tempo beim Impfen in den vergangenen vier Wochen deutlich steigern und haben mehr als die Hälfte der im Land Bremen durchgeführten Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen durchgeführt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung bundesweiter Impf-Daten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) in Berlin. Danach erfolgten  von den in der Zeit vom 8. November bis 6. Dezember im Land Bremen durchgeführten 111.265  Impfungen ganze 52 Prozent, also 58.316, in den Arztpraxen. Im Schnitt wurden dabei rund 3.000 Impfungen pro Tag in den Arztpraxen durchgeführt.

Sonder-Impfaktionen zum Advent werden fortgesetzt

07.12.2021

Sonder-Impfaktionen zum Advent werden fortgesetzt

Nach dem Erfolg der Sonder-Impfaktion „Impfen statt Weihnachtsmarkt“ am vergangenen Samstag, bei der über 1.000 Menschen in Bremen bei niedergelassenen Haus- und Fachärzten geimpft worden sind, wollen zahlreiche Praxen ihre zusätzlichen Impfangebote an den folgenden Adventswochenenden fortsetzen. So öffnen vier orthopädische Praxen am Samstag, 11. Dezember, wieder ab 9 Uhr ihre Türen, um eine offene Sprechstunde zum Impfen anzubieten.

Beteiligt sind die Praxis Dr. Ludwig W. Ackermann / Dr. Adrianus den Hertog (Gerhard-Rohlfs-Straße 39), die Praxis Dr.med. Frank Wendelken / Moriss Daoud / Dr.med. Alexander Hertwig (Rotdornallee 1) und die Praxis Henning Trumann (Hammersbecker Straße 224 a). Impfwillige bringen bitte Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mit. Die Kontaktdaten sind auch über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen einsehbar.

Am vergangenen Samstag hatten sich vier Praxen in Bremen Nord, eine Praxis in Arbergen und eine Praxis in der Stader Straße an der Sonder-Impfaktion „Impfen statt Weihnachtsmarkt“ beteiligt und über 1.000 Impfungen durchgeführt. „Die überwiegende Zahl der Impfungen waren Booster-Impfungen. Allerdings gab es auch eine nennenswerte Zahl von Erstimpfungen“, berichtet Dr. Adrianus den Hertog, Bremer Landesvorsitzender des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), der die Sonder-Impfaktion ins Leben gerufen hat. „Die Aktion war für alle Beteiligten ein positives Erlebnis. Die Impflinge waren glücklich über das niederschwellige Angebot und den reibungslosen Ablauf in den Praxen. Und für uns Ärzte war es eine neue Erfahrung, die geballte Freude unserer Impflinge zu spüren. Soviel Zuspruch bekommt man in der täglichen Praxis nie.“

„Impfen statt Weihnachtsmarkt“
Samstag, 11. Dezember, ab 9:00 Uhr
Ohne Terminvergabe: Bitte nicht vorher anrufen, sondern einfach vorbeikommen! 

 
Teilnehmende Praxen:

Dr. Ludwig W. Ackermann / Dr. Adrianus den Hertog Gerhard-Rohlfs-Str. 39
28757 Bremen (Vegesack)
Tel.: 0421 - 66 70 70
E-Mail: info@knochenpapst.de

Henning Trumann
Hammersbecker Straße 224 a
28755 Bremen (Vegesack)
Tel.: 0421 - 60 60 20
E-Mail: info@orthopaedie-bremen-nord.de

Praxis Dr.med. Frank Wendelken / Moriss Daoud / Dr.med. Alexander Hertwig Rotdornallee 1
28717 Bremen (Burglesum)
Tel.: 0421 - 63 30 41

Nur Online-Termine:
ZOUM Arbergen & ZOUM Horn
Termine buchbar unter: https://zoum.de/impfanmeldung/

 

Möglich werden die zusätzlichen Impfungen auch durch die Apothekerkammer, die kurzfristig die notwendigen Impfstoffmengen beschafft und an die teilnehmenden Praxen ausgeliefert hat. Darüber hinaus nehmen noch weitere Hausarzt- und Facharztpraxen am samstäglichen Impfen ihrer Patienten nach Terminvergabe teil. Unterstützt wird die Aktion ebenfalls von Ärztinnen und Ärzten der Neurologie, Onkologie und Dermatologie sowie von zahlreichen Allgemeinmedizinern.

Auch zum vierten Adventswochenende sind weitere Impf-Sonderaktionen geplant, über die die Kassenärztliche Vereinigung Bremen rechtzeitig informieren wird.

„Impfen statt Weihnachtsmarkt"

30.11.2021

„Impfen statt Weihnachtsmarkt“: KV Bremen, Orthopädie-Verband und Apothekerkammer starten Sonder-Impfaktion am zweiten Advent

Eine Sonder-Impfaktion mit dem Impfstoff Spikevax der Firma Moderna findet am kommenden Adventssamstag, dem 4. Dezember, ab 9 Uhr in Bremen statt. Drei Arztpraxen mit Standorten im Bremer Stadtgebiet öffnen ihre Türen außerhalb der üblichen Sprechstunden für Impfwillige. Neben Booster-Impfungen sind auch Erstimpfungen möglich mit dem ausreichend vorhandenen Moderna-Impfstoff, der für ab 30jährige empfohlen ist. In zwei von drei Praxen ist auch ein begrenztes Kontingent Comirnaty des Herstellers BioNTech/Pfizer für unter 30jährige vorhanden. „Wir impfen, solange der Vorrat reicht, notfalls mit Open End“, sagt Dr. Adrianus den Hertog, Bremer Landesvorsitzender des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), der die Sonder-Impfaktion ins Leben gerufen hat.

„Am kommenden Samstag gehen wir nicht auf den Weihnachtsmarkt, sondern stattdessen in unsere Praxen, um die Bevölkerung zu impfen und somit einen Beitrag zu leisten, die vierte Welle zu brechen“, sagt den Hertog. Eine Fortsetzung der Sonder-Impfaktion „Impfen statt Weihnachtsmarkt“ ist auch an den folgenden Adventssamstagen geplant, sofern der Bundesgesundheitsminister genügend Impfstoff liefern kann. Interessierte Praxen, die sich beteiligen möchten, können sich bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung Bremen melden. Möglich werden die zusätzlichen Impfungen auch durch die Apothekerkammer, die kurzfristig die notwendigen Impfstoffmengen beschafft und an die teilnehmenden Praxen ausgeliefert hat. „Wir tragen sehr gerne dazu bei, dass die Impfaktion in Bremen zügig vorankommt“, sagt Dr. Isabel Justus, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Bremen.

Eine offene Sprechstunde zum Impfen am Samstag, 4. Dezember, ab 9 Uhr bieten die Praxis Dr. Ludwig W. Ackermann / Dr. Adrianus den Hertog (Gerhard-Rohlfs-Straße 39), die Praxis Dr.med. Frank Wendelken / Moriss Daoud / Dr.med. Alexander Hertwig Rotdornallee 1 (Rotdornallee 1) und die Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie Jürgen Meyer-Möhring (Reeder-Bischoff-Straße 28), in der ausschließlich der Moderna-Impfstoff verimpft wird. Impfwillige bringen bitte Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mit. Die Kontaktdaten sind  auch über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen einsehbar unter Arztsuche

„Die Sonder-Impfaktion zum kommenden Advent zeigt ein weiteres Mal, dass wir mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten auf eine starke Infrastruktur zum Brechen der vierten Corona-Welle zurückgreifen können“, sagen die KV Bremen-Vorstände Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Wir wünschen uns, dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligen und wir auch für die kommenden Adventssamstage noch weitere Praxen dafür gewinnen können.“

„Impfen statt Weihnachtsmarkt“
Samstag, 4. Dezember, ab 9:00 Uhr
Impfstoff Spikevax der Firma Moderna für ab 30jährige
Begrenzt: Comirnaty des Herstellers BioNTech/Pfizer für unter 30jährige

Teilnehmende Praxen:

Dr. Ludwig W. Ackermann / Dr. Adrianus den Hertog
Gerhard-Rohlfs-Straße 39
28757 Bremen (Vegesack)
Tel.: 0421 - 66 70 70
E-Mail: info@knochenpapst.de

Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie Jürgen Meyer-Möhring
(ausschließlich Moderna-Impfstoff)
Reeder-Bischoff-Straße 28,
28757 Bremen (Vegesack)
Tel.: 0421 - 65 51 51
E-Mail: praxis@orthopaedie-vegesack.de

Praxis Dr.med. Frank Wendelken / Moriss Daoud / Dr.med. Alexander Hertwig Rotdornallee 1
28717 Bremen (Burglesum)
Tel.: 0421 - 63 30 41

Arztsuche der KV Bremen: Arztsuche

Apotheker-Impfung: Praxen bekommen nicht genug Impfstoff

27.11.2021

„Blanker Hohn“: Bremen diskutiert über Apotheker-Impfung und Praxen bekommen nicht genug Impfstoff

Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Bremen und Bremerhaven bekommen für die kommende Woche voraussichtlich weniger als die Hälfte des bestellten Impfstoffs von Biontech/Pfizer. Die Situation in den Praxen ist dramatisch. Zum wiederholten Male müssen Termine abgesagt und Patienten beschwichtigt werden. Vor diesem Hintergrund erklären die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die Diskussion um die Beteiligung anderer Berufsgruppen an der Impfkampagne ist lächerlich und wird von den Ärzten und ihren Praxismitarbeitern als blanker Hohn empfunden. Schon wieder werden sie vor massive Probleme gestellt und in ihren Bemühungen ausgebremst.“ 

Deutschlandweit haben Praxen für die kommenden Woche 4,65 Millionen Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer bestellt – das bereits unter der Maßgabe, das nur maximal 48 Dosen pro Arzt bereitgestellt werden könnten. Lediglich die Hälfte dieser Bestellungen können nun durch den Bund bedient werden! Viele Praxen in Bremerhaven klagen darüber, dass sie nur zwölf oder 18 Dosen für die kommende Woche erhalten. „Das ist eine Tragödie für alle diejenigen, die sich mit voller Kraft für die Impfkampagne einsetzen und die Menschen, deren Erwartungen enttäuscht werden. Nach fast zwei Jahren hat das Bundesgesundheitsministerium es immer noch nicht geschafft, eine vorausschauende Steuerung der Corona-Prävention zu etablieren. Für die ständigen Probleme und Widersprüchlichkeiten bei den Impfaktionen fehlt uns jedes Verständnis“, so die KV-Vorstände.

Die KV Bremen fordert deshalb das Bundesgesundheitsministerium (BMG) dazu auf, dafür zu sorgen, dass alle Bestellungen ohne Rationierung bedient werden. Dazu Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die Menschen, die in den Praxen tätig sind, haben die leeren Worte der Politiker satt und erwarten stattdessen Taten. Der Kampf gegen die Pandemie wird nicht vor der TV-Kamera gewonnen, sondern in den Praxen und Impfstellen.“

In Anbetracht der durch die Praxen unverschuldeten Situation bittet die KV Bremen die Menschen um Verständnis und Geduld. „Haben Sie bitte Rücksicht mit ihren Ärzten und dem Praxispersonal. Falls ein Termin verschoben werden muss, wenden Sie sich mit Ihrem Ärger nicht gegen die Sprechstundenhilfe, sondern adressieren Sie ihn an die Abgeordneten in den Landtagen, im Bundestag oder am besten direkt an das für die Impfstoffverteilung in Deutschland verantwortliche Bundesgesundheitsministerium.“

Auch für die Woche vom 6. bis 12. Dezember können Arztpraxen nur eine begrenzte Menge von Biontech/Pfizer-Impfstoffdosen anfordern. Der Bund wird insgesamt nur etwa 2,9 Millionen Dosen für alle impfenden Stellen bereitstellen, wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bekannt gab. Wie viele Dosen hiervon an die Arztpraxen gehen, konnte das BMG nicht mitteilen.
 

Impfstoff-Rationierung wird Kampagne nachhaltig bremsen

22.11.2021

Gemeinsame Erklärung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen, der Ärztekammer Bremen und der Neuen Hausarztliste

Impfstoff-Rationierung ist ein Affront und wird Kampagne nachhaltig bremsen

Mit Entsetzen reagieren die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen, die Ärztekammer Bremen sowie die Neue Hausarztliste Bremen auf die Ankündigung des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, den Impfstoff von Biontech/Pfizer zu rationieren. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erhalten so nur noch 30 Dosen pro Woche!   

Dr. Johannes Grundmann (Ärztekammer Bremen): „Impftermine in den Praxen und Sonderimpfaktionen wurden bereits bis in die nächsten Monate geplant. Diese Planungen sind nun über den Haufen geworden. Für viele Menschen ist Impfen eine Frage des Gefühls, insofern werden wir sehr viel Zeit dafür aufwenden müssen, den Menschen zu erklären, dass der Impfstoff von Moderna gleichwertig gut ist. Das wird die Impfkampagne bestenfalls verlangsamen, schlimmstenfalls werden Patienten Abstand von der Impfung nehmen.“

Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans (KV Bremen): „Die Politik kritisierte die Praxen und forderte eine Ausweitung der Impfkampagne. Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte liefern! Für diese Woche ist so viel Impfstoff bestellt worden, wie noch nie. In dieser Situation den Impfstoff zu begrenzen, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich mit aller Kraft für die Impfkampagne einsetzen. Deshalb ist die Position der KV Bremen klar und ultimativ: Wir fordern die Politik auf, die Impfstoffe zu liefern, die von den Praxen bestellt werden!“

Dr. Stefan Trapp (Neue Hausarztliste): „In dem Moment, in dem wir die Impfkampagne beschleunigen müssen, bremst uns der Gesundheitsminister aus. Das Planungsversagen und Kommunikationsdesaster der Bundespolitik wird nun auf die Praxen abgewälzt. Zwar macht es im Grunde für Erwachsene keinen Unterschied, ob Biontech oder Moderna verwendet wird. Beide Impfstoffe sind von Stiko zum Boostern zugelassen und empfohlen. Auch ein Mix gilt als sicher, verträglich und wirksam. Gesellschaftliche Einschränkungen können wir nur durch praktisch vollständige Impfung der Erwachsenen und zügige Boosterimpfungen erreichen. Jetzt erneut in den Praxen über verschiedene Impfstoffe diskutieren zu müssen, belastet dieses Ziel unnötig und auf die Kosten unserer Teams.“
 

Kostenlose Bürgertests in der Coronaambulanz der KV Bremen

15.11.2021 

Kostenlose Bürgertests in der Coronaambulanz der KV Bremen

Ab sofort bietet die Coronaambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen wieder kostenlose Bürgertests an. Patientinnen und Patienten können die Ambulanz in der Gartenstadt Vahr von Montag bis Samstag ohne vorherige Anmeldung aufsuchen.

Die Coronaambulanz der KV Bremen ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
MO bis SA 8 bis 12 Uhr und 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr
Coronaambulanz Bremen-Stadt
Vahrer Str. 228, 28329 Bremen

Nach der neuen Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums haben wieder alle Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche durch geschultes Personal - auch unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Erst im Oktober hatte der Gesetzgeber die Schnelltestung abgesehen von einigen Ausnahmefällen zu einer Selbstzahlerleistung erklärt. Diese Entscheidung wurde nun einkassiert. 
 

Booster-Impfungen: Ärzte verdienen Unterstützung statt Kritik

02.11.2021

Booster-Impfungen: Ärzte verdienen Unterstützung statt Kritik

Gemeinsame Erklärung der KV Bremen und des Hausärzteverbandes Landesverband Bremen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen und der Hausärzteverband Landesverband Bremen weisen die Kritik der Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard entschieden zurück, die niedergelassenen Ärzte würden zu wenige Auffrischimpfungen vornehmen. „Statt ungerechtfertigte Kritik zu äußern, sollte sich die Senatorin endlich dafür einsetzen, dass die seit Jahresanfang bekannten Probleme in der Impfstoffbereitstellung für die Praxen beseitigt, die ausufernden bürokratischen Hürden gesenkt und eine sachgerechte Finanzierung für die Praxen umgesetzt wird“, so die Vorstände der KV Bremen Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans.

Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlungen zu den Auffrischimpfungen am 7. Oktober veröffentlicht. Seitdem intensivieren die Praxen in Bremen und Bremerhaven die Impftätigkeit wieder. Allein seit diesem Tag (bis zum 27.10.) sind in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mehr als 4100 Booster-Impfungen vorgenommen worden, durch die kommunalen Einrichtungen und mobilen Teams waren es im gleichen Zeitraum nach Angaben des Robert-Koch-Instituts rund 5300 Impfungen (Quelle: Wöchentlicher COVIS-19-Lagebericht des RKI). „Hier von einer Verzögerung zu sprechen, ist unredlich“, kommentiert Dr. Hans Michael Mühlenfeld, Vorsitzender des Bremer Hausärzteverbandes angesichts der zusätzlichen Belastung durch die Infektionswelle und der steigenden Nachfrage der Patienten nach einer Grippeschutzimpfung. „Wir kämpfen derzeit an allen Fronten. Es ist nicht das richtige Signal, diejenigen zu kritisieren, die hervorragende Arbeit leisten und bei all der Belastung in der Versorgung kranker Menschen auch noch parallel die Impftätigkeit stark ausweiten. Wir würden uns hier nicht Kritik wünschen, sondern die erforderliche Unterstützung!“ 

Die KV Bremen bedauert, dass die Gesundheitssenatorin mit ihrer ungerechtfertigten Kritik den Weg der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe verlässt. „Und dennoch haben wir ein gemeinsames Interesse, nämlich, dass alle Bürgerinnen und Bürger das Impfangebot wahrnehmen – ob für eine Erst-, Zweit- oder Drittimpfung. Aber: Arztpraxen können nicht ausschließlich impfen. Die Behandlung von akuten Beschwerden hat immer Vorrang“, so Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. Die Forderung Auffrischimpfungen grundsätzlich für jeden und sofort möglich zu machen sowie die Impfzentren im großen Stil zu öffnen, ist kontraproduktiv.

Die KV Bremen und der Hausärzteverband Bremen weisen schließlich darauf hin, dass die Praxen eine Vergütung in Höhe von 20 Euro pro Impfung erhalten, ein Impfling in den Impfzentren kostet den Steuerzahlen Medienberichten zufolge ein Vielfaches davon.

Praxen sind nahezu alle durchgeimpft

09.09.2021

„Mit gutem Beispiel voran“: Umfrage zeigt, in Praxen sind nahezu alle durchgeimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich dafür aus, dass medizinische und pflegerische Einrichtungen im Sinne einer Vorbildfunktion den Anteil der gegen Corona geimpften Mitarbeiter öffentlich machen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen begrüßt diese Initiative. Dass die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Teams mit gutem Beispiel vorangehen, belegt eine aktuelle Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), wonach die Impfquoten beim ärztlichen Personal bei 97,7 Prozent und bei den Praxismitarbeitern bei 90,4 Prozent liegen.

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind für viele Menschen erster Ansprechpartner in Gesundheitsfragen. Dass nahezu alle in den Praxen Beschäftigte durchgeimpft sind, hat eine hohe Strahlkraft und kann helfen, die Unentschlossenen zu überzeugen“, betonen die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. Deshalb werden auch viele Praxen in Bremen und Bremerhaven in der kommenden Woche, in der Bund und Länder zur Covid-19-Impfaktionswoche ausgerufen haben, unermüdlich weiter Impfungen anbieten. Das Bundesministerium für Gesundheit hat für die Impfwoche Sonderkontingente an Impfstoffen bereitgestellt.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat im Rahmen einer Blitzbefragung vom 5. bis 16. August bundesweit 4.938 Ärztinnen und Ärzten in Praxen befragt. Gefragt wurde insbesondere nach dem Anteil nicht verimpfbarer Vials, der Impfbereitschaft der Patienten sowie nach der Impfquote in den Praxen. Die Ergebnisse sprechen für eine hohe Impfquote des Praxispersonals. Nach Angaben der Befragten sind 97,7 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in den Praxen geimpft. Für das nicht-ärztliche Personal der teilnehmenden Praxen liegt der Anteil mit 90,4 Prozent ebenfalls deutlich über den aktuellen Quoten. Nennenswerte regionale Unterschiede konnten nicht festgestellt werden.
 

Bremens Impfquote ist höher als angegeben

03.09.2021

Auswertung der KV Bremen: Bremens Impfquote ist höher als angegeben 

Bremen liegt bei den Impfquoten bundesweit an der Spitze. Tatsächlich dürften die Zahlen sogar noch besser sein. Das geht aus einer Analyse der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen hervor. Demnach sind im zweiten Quartal 2021 rund 13.000 Impfungen, die in haus- und fachärztlichen Praxen in Bremen und Bremerhaven vorgenommen wurden, nicht an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet worden.

Die KV Bremen hat die Abrechnungsdaten aus dem zweiten Quartal 2021 mit den im gleichen Zeitraum an das RKI gemeldeten Fällen verglichen und eine Differenz von annähernd 13.000 festgestellt. 193.908 Impfungen wurden in Bremer und Bremerhavener Praxen vorgenommen, allerdings nur 181.010 Meldungen an das RKI übermittelt. Damit dürfte die vom RKI ermittelte Quote für „Mindestens einmal Geimpfte“ – Bremen nimmt hier bereits den Spitzenplatz ein – de facto um bis zu drei Prozent höher sein. Auch die Rate für vollständig durchgeimpfte Menschen müsste nach oben korrigiert werden. 

„Den Ärztinnen und Ärzten kann niemand einen Vorwurf machen“, stellen die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, klar. „Das Meldeverfahren war neu und anfangs technisch nicht stabil. Außerdem hatte die Praxen in den Monaten nach Ostern alle Hände voll damit zu tun, angesichts der gewaltigen Nachfrage und der geringen Liefermengen den Ansturm der Patienten zu bewältigen.“

KV Bremen fordert Ersatzverfahren für eAU

30.07.2021

KV Bremen fordert funktionsfähiges Ersatzverfahren für die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) 

Viele Arztpraxen werden zum Starttermin der neuen eAU ab dem 1. Oktober 2021 diese mangels funktionierender Technik noch nicht einsetzen können. Nach den aktuellen Vorgaben soll in solchen Fällen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) in den Arztpraxen ausgedruckt und an die Patienten ausgehändigt werden. Doch auch dieses Verfahren setzt voraus, dass im jeweiligen  EDV-Praxisverwaltungssystem die neue Technik installiert ist. Deshalb fordert der Vorstand der KV Bremen die verantwortlichen Stellen auf der Bundesebene dringend dazu auf, das etablierte Muster-1-Verfahren („Gelber Schein“) als Ersatzverfahren für das vierte Quartal 2021 weiter laufen zu lassen. 

Nach gemeinsamen Befund der IT-Leiter der KVen Baden-Württemberg, Bayerns, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe, wird die für die 
neue eAU benötigte Technik zu deren Starttermin in bis zur Hälfte der Arztpraxen noch nicht funktionsfähig sein. „Das etablierte Muster-1-Verfahren („Gelber Schein“) muss zumindest noch für das vierte Quartal 2021 als Ersatzverfahren weitergeführt werden, sonst droht der eAU auf breiter Front die Arbeitsunfähigkeit!“, so die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. Von unter Laborbedingungen erfolgreich abgeschlossenen ersten Anwendungstests in Krankenkassen und einem erst kurz vor knapp ab dem 20. August geplanten Feldtest in Arztpraxen auf eine mit dem Start flächendeckend erfolgreiche Umsetzung der eAU mit einer Nachfrage von 75 Millionen AU-Bescheinigungen pro Jahr zu schließen, halten die beiden Vorstände für einen gewagten Akt. 

„Die Praxen unserer Mitglieder arbeiten wegen der Corona-Krise bereits am Limit. Wenn die Arztpraxen nach ersten Ankündigungen des Bundes im September mit den COVID-19-Auffrischimpfungen beginnen sollen, ist ein Chaos durch ein ab Oktober nicht funktionierendes eAUVerfahren, welches am Ende auch zu Verzögerungen der Krankengeldauszahlung an die Erkrankten führen kann, das Allerletzte, was wir in den Praxen brauchen können.“, so die beiden Vorstände der KV Bremen. 

Die KV Bremen fordert vor diesem Hintergrund das BMG, die gematik und die KBV auf, das etablierte Muster-1-Verfahren („Gelber Schein“) als Ersatzverfahren unverzüglich noch für das vierte Quartal 2021 anzuerkennen, bis in sämtlichen Arztpraxen die benötigte Technik reibungslos läuft. Dazu gehört auch die Komfort-Signatur mit dem neuen elektronischen Heilberufsausweis. Sie ist für die Ausstellung der eAU eine deutliche Erleichterung ebenso wie für die Ausstellung des eRezepts ab dem 1. Januar 2022.

KV Bremen fordert Klarheit zur COVID‐19 Auffrischimpfung

29.07.2021

KV Bremen fordert Klarheit zur COVID‐19 Auffrischimpfung: Bund muss jetzt für geordnetes Verfahren sorgen 

Nach dem Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 26.07.2021 zum Stand der Covid‐19‐Impfkampagne sollen voraussichtlich im September die Auffrischimpfungen gegen das Corona‐Virus beginnen. Doch noch gibt es hierzu viele Unklarheiten. Darum ruft die KV Bremen die Verantwortlichen auf Bundesebene auf, zügig Klarheit sowie für die Arztpraxen akzeptable Bedingungen und Planungssicherheit zu schaffen. 

Dazu erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind eine entscheidende Säule bei der Durchführung der Auffrischimpfungen. Damit ein reibungsloser Ablauf in den Praxen gewährleistet werden kann, müssen die vielen noch offenen Fragen zur Zulassung und Anwendung unverzüglich geklärt werden“.

Auch die Indikationsstellung bei Kreuzimpfungen, Impfintervalle, Art‐ und Umfang der zu impfenden Personengruppen und diesbezügliche RKI‐Empfehlungen, die Möglichkeit einer simultanen Verimpfung einer COVID‐19 Auffrischungsimpfung mit anderen Schutzimpfungen, z.B. mit Grippeimpfungen, sowie eine praxisgerechte Impfstoffbereitstellung in Einzeldosen, sind bis heute noch nicht geklärt.  

Vor diesem Hintergrund fordert die KV Bremen erneut die Schaffung folgender Voraussetzungen:  

  • Rechtzeitige Einbindung der KBV, KVen und Berufsverbände in die Planungen des BMG und RKI
  • Sicherstellung einer planbaren und verlässlichen Impfstoffbeschaffung für die impfenden Haus‐ und Facharztpraxen
  • Entbürokratisierung des aktuellen Dokumentationsaufwandes
  • Sicherstellung von Impfstoffzubereitungen, die im Praxisalltag praktikabel eingesetzt werden können (deren Lagerfähigkeit mindestens 1‐2 Wochen beträgt und die möglichst als Einzeldosen vorliegen)
  • Sicherstellung einer auskömmlichen Vergütung von mindestens 40,‐ € pro Impfung
  • Sicherstellung einer rechtzeitigen Information der Arztpraxen über den Ablauf und den Zeitplan der Auffrischungsimpfungen und angemessene Information der Öffentlichkeit über das mit allen Beteiligten abgestimmte Procedere.

Digitaler Impfnachweis: Kein flächendeckender Start in Arztpraxen

11.6.2021 

Digitaler Impfnachweis: Kein flächendeckender Start in den Arztpraxen in den nächsten Tagen! 

Längst nicht alle niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Deutschland werden in den nächsten Tagen in der Lage sein, digitale Impfzertifikate auszustellen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen hin. Meldungen, wonach der digitale Impfpass ab Montag flächendeckend zur Verfügung steht, sind falsch.

„Noch sind die technischen Voraussetzungen und Klarheit über genaue technische Abläufe in den Praxen nicht gegeben. Für eine flächendeckende Anwendung wird das die Voraussetzung sein“, erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben WHO-Impfheftes aus Papier.“ Urlaubsreisen sind auch ohne digitales Impfzertifikat möglich. „Der gelbe WHO-Impfausweis ist die internationale Bescheinigung über Impfungen und bei Auslandsreisen ein gültiges Nachweisdokument“, so die Vorstände der KV Bremen. 

Angesichts der noch laufenden Impfkampagne und dem damit verbundenen Aufwand für Ärzte und ihre Teams bittet die KV Bremen die Bevölkerung deshalb, die Praxen von Anfragen nach digitalen Impfzertifikaten zu verschonen. Das Ausstellen der Impfzertifikate wird in den ersten Arztpraxen im Laufe der kommenden Wochen möglich sein, weitere werden möglicherweise erst ab Mitte Juli ihren Patienten das Angebot unterbreiten können. 

100.000 Impfungen in Bremer Praxen

28.5.2021

100.000 Impfungen in Bremer Praxen – „Patientenfrust trifft die Falschen“ 

Heute ist im Bundesland Bremen die 100.000. Impfung gegen das Coronavirus durch Arztpraxen verabreicht worden. „Das Engagement und Durchhaltevermögen der Ärzte und ihrer Praxisteams ist noch ungebrochen, aber wird auf eine harte Probe gestellt“, kommentieren die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, mit Blick auf den Frust und den Ärger, den viele Patienten in den Praxen ablassen. 

Mit dem Wegfall der Priorisierung zum 7. Juni wird sich die Lage weiter zuspitzen. Schon jetzt erleben die Praxen in Bremen und Bremerhaven ein Trommelfeuer an Anfragen per Telefon oder E-Mail. Deshalb appellieren die Vorstände der KV Bremen einmal mehr an Geduld und Verständnis der Bürgerinnen und Bürger: „Die Hausärzte und Fachärzte wollen impfen – und zwar so viele wie möglich. Doch noch fehlen genügend Impfstoffe. Auch die Lieferungen nach Bremen an die Praxen sind noch immer nicht stabil, Informationen dazu erreichen die Praxen immer erst wenige Tage vorab. Das alles ist frustrierend. Viele  Patienten sind trotzdem dankbar für Ihre Impfung und den Großeinsatz in den Arztpraxen. Schlimm ist es aber, wenn Patienten ihren Ärger vor allem am Praxispersonal auslassen. Das geht nicht! Dieser Ärger trifft die Falschen, die die Situation nicht zu verantworten haben. Verantwortlich sind vor allem die politischen Entscheider auf EU- und Bundesebene.“ 

Seit Ostern beteiligen sich die niedergelassenen Ärzte an der Impfkampagne gegen das Coronavirus. In Bremen und Bremerhaven sind es bis zu 382 Praxen, die in den vergangenen acht Wochen 100.000 Impfdosen verabreicht haben. Es könnten viel mehr sein, die Liefermengen sind allerdings begrenzt. Die Ankündigungen ausreichender Impfstofflieferungen an die Praxen durch die Politik aus Brüssel und Berlin bleiben bis heute unerfüllt! Es gibt Praxen, die sogar Termine für die Zweitimpfung verschieben müssen, weil zugesagte Impfstoffe nicht geliefert werden. 

Angesichts dieser schwierigen Situation bedanken sich die Vorstände der KV Bremen ausdrücklich bei den Menschen, die ihrer Arbeit in den Praxen nachgehen. „Gerne und wiederholt wollen wir uns ausdrücklich bei den Ärztinnen und Ärzten und ihren Praxisteams bedanken. Es ist toll zu sehen, wie sie sich allen Widrigkeiten zum Trotz beim Impfen engagieren und noch ihrer eigentlichen Aufgabe – nämlich der Versorgung ihrer Patienten – in bester Weise nachkommen“, so Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans.

Hormontherapie für Transgender: KV Bremen vermittelt in Praxen 

27.5.2021 

Hormontherapie für Transgender-Patienten: Terminservicestelle der KV Bremen vermittelt in Praxen 

Transidente Menschen können sich ab sofort an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen wenden. Dort wird der Kontakt zu einer Praxis hergestellt, die bei Indikation eine  Hormontherapie verordnet. Mit diesem gemeinsamen Angebot wollen der Landesverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte und die KV Bremen die Versorgung von Transgender-Patienten in Bremen und Bremerhaven verbessern. 

Das Angebot richtet sich zunächst an Transfrauen (Umwandlung von Mann zu Frau), die bereits eine Indikationsstellung zur körperangleichenden Therapie sowie eine entsprechende Kostenübernahme ihrer Krankenkasse erhalten haben. Sie können sich an die Terminservicestelle der KV Bremen wenden, die Kontakt zu einer gynäkologischen Praxis mit zusätzlichen Sprechzeiten für eine Hormontherapie herstellt. Die Terminservicestelle der KV Bremen ist erreichbar 
per Telefon: 0421/3404-333 
per E-Mail: tss@kvhb.de

Dr. Kerstin Schwarzer vom Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte im Land Bremen stellt heraus: „Wir denken, dass wir auf einem guten Weg sind, die Versorgung transidenter Menschen in Bremen zu verbessern. Der nächste Schritt ist dann hoffentlich ein Netzwerk, um auch denjenigen, die noch auf der Suche nach ihrer Identität sind, eine Anlaufstelle bieten zu können.“ „Wir hoffen mit dieser Initiative, eine Versorgungslücke zu schließen und Transgender auf ihrem schwierigen Weg wenigstens die Sorge nehmen zu können, eine kompetente Praxis zu finden“, betonen die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans.

50 Prozent der Ü60 in Bremen mindestens einmal geimpft 

16.4.2021

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz & KV Bremen

50 Prozent der über 60-Jährigen in Bremen mindestens einmal geimpft 

Bis zum heutigen Freitag (16.04.) haben mehr als 50 Prozent der Bremerinnen und Bremer über 60-Jahren mindestens eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten, 18% sogar bereits eine Zweitimpfung. Vor allem in der Altersgruppe über 80 Jahren macht sich der Impferfolg inzwischen bemerkbar. Alle Bremerinnen und Bremer über 70 Jahren haben inzwischen eine Impfeinladung erhalten. 

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard ist der Impffortschritt in dieser Altersgruppe besonders wichtig: „Wir wissen genau, dass das Alter ein entscheidender Risikofaktor bei einer Erkrankung mit Covid-19 ist. Aus diesem Grund haben wir mit den Impfungen in Pflegeeinrichtungen und bei älteren Bremerinnen und Bremern begonnen. An den stark rückläufigen Fallzahlen bei über 80-Jährigen und auch über 70-Jährigen können wir hier von einem ersten Impferfolg sprechen. Auch in Pflegeeinrichtungen haben wir kaum noch Fälle und Ausbrüche. Mich freut und erleichtert dieses Zwischenergebnis.“ 

In den kommenden Tagen und Wochen wird die Impfquote bei den über 60-Jährigen weiter steigen. Bis kommenden Montag werden alle Bremerinnen und Bremer bis inklusive Jahrgang 1954 eine Impfeinladung erhalten haben. Anschließend wird der Jahrgang 1955 ebenfalls ins Impfzentrum eingeladen werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte unterstützen bei der Impfung nicht mobiler Patientinnen und Patienten zuhause. Dazu Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard: „In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen haben wir eine sinnvolle und verlässliche Aufgabenteilung vereinbart. Unsere mobilen Teams können nicht mobile Personen zuhause nicht impfen, deswegen übernehmen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte dankenswerter Weise diese Aufgabe. Gemeinsam werden wir allen Bremerinnen und Bremern ein Impfangebot machen können.“

Auch die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans weisen auf die Aufgabenteilung hin: „Gerade die Patientinnen und Patienten über 60 Jahre sind auf die Impfung angewiesen.  Das gilt auch für nicht mobile Menschen, die nur während eines Hausbesuches geimpft werden können. Leider steht aktuell noch nicht allen Praxen ausreichend Impfstoff zur Verfügung, um allen Impfberechtigten jetzt schon eine Impfung zu ermöglichen. Deshalb bitten wir um Geduld und Nachsicht.“ 

Für die Priorisierungsgruppe II haben sich Gesundheitssenatorin und KV Bremen auf eine Aufgabenteilung verständigt: Die Impfzentren impfen 

  • derzeit die Gruppe der über 68-Jährigen. Entsprechende Einladungen sind bereits verschickt bzw. werden kurzfristig auf den Weg gebracht, 
  • derzeit spezifische Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe 2 (bspw. Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, etc.), 
  • derzeit Personen mit Vorerkrankungen, die in einer Einrichtung leben 
  • Begleitpersonen von Schwangeren mit Bestätigungen der Gynäkologinnen und Gynäkologen 

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen nach Impftsoffverfügbarkeit 

  • Personen mit Vorerkrankungen der Priorisierungsgruppe II 
  • immobile Personen und ggf. pflegende Angehörige vor Ort 
  • Menschen, die neu in eine (Alten-)pflegeeinrichtung einziehen bzw. von einem Krankenhausaufenthalt zurückkehren 
  • Zwei enge Kontaktpersonen von Personen mit Pflegegrad über 70 oder mit Pflegegrad und einer Vorerkrankung 

 

Ansprechpartner für die Medien: Lukas Fuhrmann, Tel.: (0421) 361-2082

Impfzentren und Arztpraxen sorgen für Klarheit und Tempo 

1.4.2021

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz & KV Bremen

Abstimmung zwischen Impfzentren und Arztpraxen sorgen für Klarheit und Tempo 

Um die Impfungen gegen das Coronavirus voranzutreiben, haben das Land Bremen und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen eine Verfahrensweise und eine Aufgabenteilung zwischen den Impfzentren und den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte abgestimmt. Angesichts knapper Impfstoffmengen betonen Land und KV, dass nach wie vor die Priorisierungsvorgaben des Bundesgesundheitsministeriums gelten und die Bürgerinnen und Bürger bis auf Weiteres entweder über das Land bzw. die Impfzentren oder über die Praxen ein Impfangebot bekommen. 

Verfahren und Aufgabenteilung: 

  • Die verfügbare Impfstoffmenge reicht derzeit noch nicht aus, um allen Bürgerinnen und Bürgern zur gleichen Zeit ein Impfangebot zu machen. 
  • Grundsätzlich gilt: Dort wo die Erstimpfung vorgenommen wurde, soll auch die Zweitimpfung stattfinden. 

Die Impfzentren impfen 

  • derzeit die Gruppe der über 70-Jährigen. Entsprechende Einladungen sind bereits verschickt bzw. werden kurzfristig auf den Weg gebracht, 
  • derzeit spezifische Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe 2 (bspw. Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, etc.), 
  • derzeit Personen mit Vorerkrankungen, die in einer Einrichtung leben, 

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen 

  • immobile Personen 
  • pflegende Angehörige von Personen mit Pflegegrad 
  • Zwei enge Kontaktpersonen von Personen mit Pflegegrad über 70 oder mit Pflegegrad und einer Vorerkrankung 
  • Menschen, die neu in eine (Alten-)pflegeeinrichtung einziehen bzw. von einem Krankenhausaufenthalt zurückkehren 
  • ab Mitte April durch Gynäkologen enge Begleitpersonen von Schwangeren 

Bislang erfolgen Coronaimpfungen in Bremen entweder in den Impfzentren oder durch mobile Teams, die unter anderem in Altenpflegeeinrichtungen Impfungen durchgeführt haben. In der Einbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sieht Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard jetzt eine Chance: „Wir haben mit den Impfungen in den Impfzentren und mit den mobilen Teams einen wirklich guten Start hingelegt. In sehr guten Gesprächen mit der KV Bremen in den vergangenen Wochen konnten wir jetzt eine sinnvolle Einbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte vereinbaren. Die Niedergelassenen können Personen erreichen, die wir mit unserer großen Organisation bislang nicht impfen konnten, wie zum Beispiel bettlägerige Personen, die Zuhause gepflegt werden. Auch die Impfungen von Kontaktpersonen ist bei den Niedergelassenen sehr gut aufgehoben. Wir können mit der Einbindung der Niedergelassenen jetzt einen wichtigen Schritt bei den Impfungen gegen das Coronavirus gehen.“ 

Viele Praxen in Bremen und Bremerhaven werden in der Woche nach Ostern Coronaimpfungen anbieten. Angesichts begrenzter Liefermengen und den Priorisierungsvorgaben des Bundes, bittet die KV Bremen Bürgerinnen und Bürger um Geduld und Verständnis. „Die Praxen, die sich an den Coronaimpfungen beteiligen, kennen ihre Patientinnen und Patienten. Sie wissen am besten, wer zuerst eine Impfung erhalten 
sollte und werden sich zunächst um die Bettlägerigen und die Schwerkranken kümmern“, erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Die Telefonleitungen der Praxen sollten jetzt nicht mit Anfragen nach Impfterminen überlastet werden. Sobald Impfdosen in ausreichender Menge verfügbar sind, wird jeder, der es wünscht, eine Impfung bei seinem Haus- und Facharzt oder in einem Impfzentrum erhalten.“ 

Der Start der Coronaimpfungen in den Bremer und Bremerhavener Arztpraxen wird die gelungene Impfkampagne in Bremen ergänzen und vorantreiben. Dazu erklären Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die Impfzentren machen hervorragende Arbeit. Mit Hilfe der Praxen werden wir unser gemeinsames Ziel einer Herdenimmunisierung schneller erreichen.“ 


Ansprechpartner für die Medien: Lukas Fuhrmann, Tel.: (0421) 361-2082

Coronaimpfungen starten nach Ostern in den Praxen 

29.3.2021

Coronaimpfungen starten nach Ostern in den Praxen 

Erst Bettlägerige und Schwerkranke: KV Bremen appelliert, von Anfragen und Anrufen in Praxen abzusehen 

Die ersten Praxen in Bremen und Bremerhaven werden in der Woche nach Ostern Coronaimpfungen anbieten. Angesichts sehr begrenzter Liefermengen und der Priorisierungsvorgaben des Bundes appelliert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen, von Anfragen und Anrufen in den Praxen abzusehen. „Die Praxen, die sich an den Coronaimpfungen beteiligen, kennen ihre Patientinnen und Patienten. Sie wissen am besten, wer zuerst eine Impfung erhalten sollte und werden sich zunächst um die Bettlägerigen und die Schwerkranken kümmern“, erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. Die Priorisierungsvorgaben vom Robert‐Koch‐Institut und der Ständigen Impfkommission gelten auch für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Außerdem sind die Liefermengen in den ersten Wochen sehr begrenzt. „Die Telefonleitungen der Praxen sollten jetzt nicht mit Anfragen nach Impfterminen überlastet werden. Sobald Impfdosen in ausreichender Menge verfügbar sind, wird jeder, der
es wünscht, eine Impfung bei seinem Haus‐ und Facharzt oder in einem Impfzentrum erhalten“, so die KV‐Vorstände.  

Der Start der Coronaimpfungen in den Bremer und Bremerhavener Arztpraxen wird die gelungene Impfkampagne in Bremen ergänzen. Dazu erklären Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die Impfzentren machen hervorragende Arbeit. Mit Hilfe der Praxen werden wir unser gemeinsames Ziel einer Herdenimmunisierung schneller erreichen.“ 

Landesregierung und KV Bremen verständigen sich zu Impfungen

12.3.2021

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz & KV Bremen

Landesregierung und KV Bremen verständigen sich zu Impfungen in Bremen 

Der Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen haben sich heute auf ein grundsätzliches Vorgehen zur Einbeziehung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Bremen und Bremerhaven bei der Impfung gegen das Coronavirus verständigt. Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass das es um das gemeinsame Ziel geht, allen Bremerinnen und Bremern möglichst schnell ein Impfangebot zu machen. Dafür ist es notwendig die niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen zeitnah einzubinden. 

Landesregierung und KV Bremen werden in der kommenden Woche ihre gemeinsamen Gespräche intensivieren und einen Stufenplan entwickeln, wie und wann die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in die Impfkampagne einbezogen werden. Ein Baustein könnte zum Beispiel sein, dass Haus- und Fachärzte pflegebedürftige Patientinnen und Patienten, die nicht in Heimen untergebracht sind, besuchen. Ein weiterer Baustein könnte sein, dass andere Praxen in den jeweiligen Stadtteilen ein Netz von Impfstellen aufbauen. Das Land Bremen spricht sich explizit nicht für die „Opt-out“-Lösung aus, die auch in dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vorgesehen ist. Diese würde es einzelnen Ländern erlauben, die Haus- und Facharztpraxen im April nicht zu beteiligen. 

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard betont die Wichtigkeit der schnellen Impfungen in Bremen: „Wir haben die Priorisierungsgruppe I in Bremen vollständig informiert, mit der Priorisierungsgruppe II auch bereits begonnen. Da legen wir in Bremen ein sehr gutes Tempo vor. Mit der Einbeziehung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte werden wir aber auch weitere Personengruppen erreichen, die bspw. zuhause gepflegt werden. Auf unsere gute Zusammenarbeit der vergangenen Monate bauen wir nun auf und werden die Stärken aus zentralen Impfzentren und dezentraler Versorgung der Praxen kombinieren können.“ 

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte: „Die Frage ist nicht, wer die Menschen impft und wo. Die Frage ist: Wie impfen wir möglichst schnell und wie impfen wir zuvorderst die Menschen, die den Schutz am nötigsten haben? Ich bin froh, dass der Senat und die KV sich in dieser Frage vollkommen einig sind. Das ist eine gute Grundlage dafür, dass Bremen und Bremerhaven beim Impfen weiterhin vorne liegen.“ 

Die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, betonen die konstruktiven und zielführenden Gespräche mit der Landesregierung: „Ein Gegeneinander hilft niemandem, schon gar nicht den Menschen. Wir sind überzeugt, dass wir das große Ziel der Herdenimmunität nur mit Praxen und mit Impfzentren zusammen erreichen. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen schnell und sukzessive eingebunden werden. Die Praxen stehen bereit.“ 


Ansprechpartner für die Medien: Lukas Fuhrmann, Tel.: (0421) 361-2082

Kinder‐ und Jugendärztlicher Bereitschaftsdienst zieht um 

22.2.2021

Kinder‐ und Jugendärztlicher Bereitschaftsdienst der KV Bremen zieht um 

Ab dem 23. Februar 2021 befindet sich der Kinder‐ und Jugendärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen am Klinikum Bremen‐Mitte in neuen Räumlichkeiten. Im Teilneubau direkt neben der Pädiatrischen Notaufnahme ist ein optimales Ineinandergreifen zwischen KV‐Bereitschaftsdienst und Krankenhausnotaufnahme gewährleistet. 

Der Kinder‐ und Jugendärztliche Bereitschaftsdienst der KV Bremen öffnet zu den sprechstundenfreien Zeiten und ist für Eltern die erste Anlaufstelle, deren Kinder akute gesundheitliche Beschwerden in den Abendstunden bzw. am Wochenende und den Feiertagen zeigen.  

Öffnungszeiten:  
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 19:00 bis 23:00 Uhr
Mittwoch von 15:00 bis 23:00 Uhr  
Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 08:00 bis 23:00 Uhr

Telefonische Voranmeldung unter 0421. 34 04 444

Eltern und die kleinen Patienten erreichen die Bereitschaftsdienstpraxis über einen Weg, der von der Friedrich‐Karl‐Straße abgeht. Autofahrer nutzen den gekennzeichneten Parkplatz

Praxen müssen zum Schutz aller unverzüglich geimpft werden 

21.1.2021

KV Bremen fordert Korrektur der Impfverordnung: Praxen müssen zum Schutz aller unverzüglich geimpft werden 

Alle, die an vorderster Front gegen Corona aktiv sind, müssen unverzüglich geimpft werden! Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen fordert deshalb eine Korrektur der aktuellen Impfverordnung aus dem Bundesgesundheitsministerium, wonach die Niedergelassenen erst in der zweiten Priorisierungsstufe verortet sind.

Dazu erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Zu dem Kreis der in der ersten Welle vorrangig geimpften Gruppen müssen neben den Über‐80‐Jährigen, den
Senioren‐ und Pflegeheimbewohnern sowie dem Klinikpersonal auch alle Praxen, die Covid19‐Patienten versorgen, uneingeschränkt gehören. Es wäre fatal, wenn die Niedergelassenen ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können, weil sie selbst infiziert sind. Die Regelversorgung, die den Krankenhäusern den Rücken für die Versorgung schwerer Covid19‐Erkrankten freihält, darf nicht zusammenbrechen.“

Die KV Bremen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Robert‐Koch‐Institut mittlerweile dazu übergegangen ist, niedergelassene Haus‐ und Fachärzte, die vulnerable Patientengruppen versorgen, der höchsten Priorisierungsgruppe 1 zuzuordnen. Diese Erkenntnisse sollten unverzüglich in die Bundesimpfverordnung eingearbeitet und bundesweit vereinheitlicht werden. „Das wäre nicht nur aus epidemiologischer Sicht vernünftig. Es würde auch das Engagement der Niedergelassenen und ihrer Praxisteams wertschätzen, die seit Anbeginn der Pandemie an vorderster Front im Kampf gegen Corona stehen“, so Rochell und Josenhans. Derzeit führen praktisch kaum sauber abgrenzbare Vorgaben zu zeitraubenden Diskussionen der Ärzteschaft mit den Behörden und bundesweit
unterschiedlichen Regelungen. „Das ruft zu Recht Unmut hervor!“

Eine positive Rückmeldung zu diesem Anliegen gibt es aus Bremen. Die KV Bremen und das Land haben sich in dieser Woche darauf verständigt, dass entsprechend der neuen Empfehlungen des Robert‐Koch‐Instituts Bremer und Bremerhavener Praxen, die Pflegeheim‐, Palliativ‐ oder onkologische Patienten versorgen, in die Priorisierungsgruppe 1 einsortiert werden und den Ärzten und Praxismitarbeitern vorrangig ein Impftermin angeboten wird. „Hier läuft die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen rund um den Krisenstab und der KV Bremen sehr gut“, so der Bremer KV‐Vorstand.

Christoph Fox

Leitung Kommunikation und Vorstandsangelegenheiten