Informationen zum Ausbruch des Affenpockenvirus
In einigen Regionen der Welt einschließlich mehreren europäischen Ländern ist es zu Infektionen mit Affenpocken gekommen. Weltweit wurden bisher ca. 21.200 Fälle gemeldet und in Deutschland wurden bis zum 01.08.22 2.677 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern, auch aus dem Land Bremen, ans RKI übermittelt. Im Folgenden finden Sie einige wichtige Informationen bzw. Quellen zu diesem Thema.
Es gibt in Deutschland ein bundesweites Expertennetzwerk, den STAKOB (Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger). Für Bremen ist das STAKOB Zentrum in Hamburg (UKE) zuständig. Die STAKOB hat ein Dokument „Hinweise zur Therapie von Affenpocken“ verfasst, in dem Sie Informationen finden zu:
- Klinischem Verlauf
- Fallerkennung
- Diagnostik
- Patientenversorgung
- Therapie
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des RKI:
- Allgemeine Informationen
- Falldefinition Affenpocken
- Flussschema für Ärzte
- Isolierung von Patienten
- Umgang mit Hygiene
Impfung gegen das Affenpockenvirus
Die Ständige Impfkommission des RKI (STIKO) empfiehlt den Pockenimpfstoff Imvanex für einen sehr eingeschränkten Personenkreis. Der Impfstoff ist zurzeit nur sehr eingeschränkt im Rahmen der Postexpositionsprophylaxe (PEP) nach Affenpockenexposition verfügbar. Im weiteren Verlauf werden jedoch entsprechend der Priorisierungsempfehlung der STIKO besonders gefährdete Personengruppen unter Einbindung des Regelsystems mit einbezogen.
Diagnostik
Zur Probenahme beachten Sie bitte die folgende Information des RKI
Bei Primär-Effloreszenzen:
- Trockenen Tupfer intensiv über die Läsion reiben ODER Vesikelflüssigkeit mit einem trockenen Tupfer aufnehmen oder mit einer Kanüle aspirieren.
Bei Krusten:
- Nach Möglichkeit das Dach mit einer Pinzette in ein steriles Röhrchen überführen.
- Proben trocken (ohne Transportmedium) einsenden. Einzig zulässiges Transportmedium ist Virus Transport Medium (VTM) bzw. Universal Transport Medium (UTM)
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Konsiliarlabor des RKI. Ebenso finden Sie hier den Probenbegleitschein. Das Labor weist darauf hin, dass die Proben ohne Transportmedium eingesendet werden sollen. Auch einige Labore aus Bremen sind inzwischen in der Lage eine Probe zu bewerten. Alternativ können Sie sich ebenfalls an das Medizinische Labor Bremen wenden.
Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrem Labor.
Patientenflyer in mehreren Sprachen
Ergänzung der KV Bremen: Das Land Bremen hat angekündigt, in einer ersten Phase die Impfung durch die Gesundheitsämter vornehmen zu lassen. Sobald Impfstoffe in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wird der ambulante Bereich beteiligt, insbesondere in Form von Schwerpunktpraxen. Sobald es dazu weitere Informationen gibt, wird die KV Bremen umgehend informieren.