Der Weser Kurier hatte der KV Bremen diverse Anfragen mit umfangreichen Fragen zur Anlagentätigkeit gestellt. Eine detaillierte Beantwortung hat die KV Bremen unter anderem mit Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse abgelehnt. Vor dem Verwaltungsgericht Bremen hat der Weser Kurier nun die Herausgabe von Angaben zur Höhe und Zeitpunkt der Investments geltend gemacht. Diese hat die KVHB nun umgehend beantwortet: Insgesamt hat die KV Bremen in den Jahren 2018 bis 2021 sieben Millionen Euro in die Immobilienentwicklungsfonds Verius II und Verius III der Verius Capital AG investiert.
Demgegenüber stehen allerdings auch Ausschüttungen in den Jahren 2019 bis 2023 in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Derzeit steht die KV Bremen mit anderen Gläubigern in enger Abstimmung zur Prüfung und Umsetzung möglicher (auch rechtlicher) Verfahren zur weiteren Rückführung dieser Investitionen. Eine Berichterstattung über einen Totalausfall der Investitionen ist insoweit nicht korrekt.
Die KV Bremen weist darauf hin, dass eine Bewertung der Investition ohne Berücksichtigung der Rahmenbedingungen und der Zusammensetzung der Anlagen zu kurz greift. Die KV Bremen verfolgt eine defensive Anlagestrategie mit breiter Risikostreuung, indem die Mittel kleinteilig über unterschiedliche Anlageprodukte und mehrere Kreditinstitute verteilt werden. Durch einen breiten Anlagenmix konnten insgesamt Zuwächse erreicht werden.