Auch viele niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Land Bremen benötigen angesichts explodierender Betriebs- und Personalkosten ebenfalls Unterstützung. Seit 15 Jahren wird der ambulante Sektor kaputtgespart. In dieser Zeit ist die medizinische ambulante Versorgung der Bevölkerung jährlich unterhalb der Inflationsrate finanziert worden, was angesichts der jüngsten Teuerungsraten nicht mehr zu kompensieren ist. Das zugrundeliegende gesetzliche Finanzierungssystem ist gescheitert.
Die KV Bremen fordert daher, dass als Sofortmaßnahme der Rettungsschirm des Landes Bremen auf den ambulanten Bereich ausgedehnt wird. „Es wäre nur gerecht, wenn das Land im Rahmen seiner Daseinsvorsorge nicht nur den Krankenhäusern hilft, sondern auch die Praxen in Bremen und Bremerhaven einbezieht,“ fordern die Vorstände der KV Bremen. Immerhin werden 90 Prozent der Patienten in den Praxen versorgt, was offensichtlich ignoriert wird. Die KV Bremen appelliert eindringlich an die politisch Verantwortlichen, die Benachteiligung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber dem Krankenhaussektor endlich zu beenden. Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten sehen sich einer fortgesetzten Geringschätzung ausgesetzt. Die finanziellen Belastungen können nicht mehr ohne Einschränkungen der Versorgung wie z.B. verlängerte Wartezeiten auf Praxistermine hingenommen werden.“
Die KV Bremen hat diese Pressemitteilung im Rahmen der bundesweiten Aktion aller Kassenärztlichen Vereinigungen unter dem Titel „PraxenKollaps – Praxis weg. Gesundheit weg!“ veröffentlicht.
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