Start der Auffrischungsimpfungen: Erste Informationen für Praxen und Umfrage zu Teilnahme

In den nächsten Tagen können Praxen damit beginnen, Covid-19-Aufrischungsimpfungen anzubieten. Die Impftstrategie des Landes Bremen sieht vor, das neben mobilen Teams, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen impfen, niedergelassene Ärzte sich um die priorisierten Personengruppen kümmern. Das Gesundheitsressort und die KV Bremen appellieren an Haus- und Fachärzte, sich an der Impfkampagne zu beteiligen und an einer entsprechenden Online-Umfrage teilzunehmen.

Hinweise zu Vorgaben und zur Impfstrategie

  • Ab dem 1. September können Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus in den Praxen vorgenommen werden. Die Impfverordnung ist allerdings noch nicht beschlossen. Außerdem hat das RKI seine Empfehlungen zu den priorisierten Personengruppen noch nicht veröffentlicht. Sobald diese Rahmenbedingungen feststehen, wird die KV Bremen umgehend informieren.
  • Für die Auffrischungsimpfungen ist wie schon für die Erst- und Zweitimpfung eine Vergütung von 20 Euro vorgesehen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat die entsprechenden GOP veröffentlicht.
  • Die Gesundheitsministerkonferenz hat sich für einen Mindestabstand von wenigstens sechs Monaten zwischen Zweit- und Auffrischungsimpfung ausgesprochen. Priorisiert werden sollen Pflegebedürftige und Personen ab 80 Jahren sowie immunsupprimierte und immungeschwächte Personen. Die Empfehlung des RKI steht dazu allerdings noch aus (siehe oben).
  • Es ist davon auszugehen, dass betriebliche Aufwand zur Abwicklung der Auffrischungsimpfungen in den Praxen deutlich geringer sein wird als in der ersten Phase der Impfkampagne. Das Angebot an Impfstoffen wird deutlich höher sein, das Bestellverfahren ist mittlerweile geübt. Außerdem dürfte die Termin-Compliance der Patienten besser sein, weil es keine konkurrierenden Angebote zu den Vertragsarztpraxen gibt – die Bremer Impfzentren stellen ihre Arbeit ein (siehe unten).
  • In Bremen und Bremerhaven werden keine Auffrischungsimpfungen in den Impfzentren angeboten. Das Land Bremen hat beschlossen, die stationären Impfzentren bis zum zu schließen. Dafür werden die Kapazitäten in den mobilen Impfteams aufgestockt, die wie schon zum Beginn der Impfkampagne vermehrt in den Alten- und Pflegeheimen Impfungen vornehmen werden. Auf diese Weise ergibt sich eine Aufgabenteilung zwischen den mobilen Impfteams und den Vertragsarztpraxen.
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