Eine Impfung (Postexpositionsprophylaxe) für Personen ab 18 Jahren wird empfohlen:
- nach engem körperlichem Kontakt über nicht-intakte Haut oder über Schleimhäute mit einer an Affenpocken erkrankten Person oder bei längerem ungeschützten Face-to-face-Kontakt
- nach Kontakt ohne ausreichende persönliche Schutzausrüstung zu einer Person mit einer bestätigten Affenpockenerkrankung oder zu kontaminiertem potenziell infektiösen Material
- bei Personal in Laboratorien mit akzidentell ungeschütztem Kontakt zu Laborproben, die nichtinaktiviertes Affenpockenmaterial enthalten
Eine Impfung (Indikationsimpfung) wird für folgende Gruppen empfohlen:
- Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben; Grund ist, dass Fälle in Deutschland bisher ausschließlich bei Männern der MSM-Community aufgetreten sind und diese Gruppe deshalb besonders geschützt werden soll.
- Personal in Speziallaboratorien mit gezielten Tätigkeiten mit infektiösen Laborproben, die Orthopockenmaterial enthalten, nach individueller Risikobewertung durch Sicherheitsbeauftragte.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat für den Juni bundesweit 40.000 Impfdosen in Aussicht gestellt. Insgesamt seien 240.000 bestellt. Sobald das Ministerium Angaben zu Verfahren, Verteilung und Zuständigkeiten (Gesundheitsämter, Praxen) macht, wird die KV Bremen umgehend informieren.