Die Ausstellungen in der KV Bremen haben Tradition. Seit mehr als 30 Jahren präsentieren Maler und Bildhauer ihre Werke auf den offenen Galerien des Atriums. Diesmal versammeln sich vier Künstlerinnen, die ihre Arbeiten unter ein gemeinsames Motto stellen.
Silke Pradler, Bildhauerin und Grafikerin, beschäftigt sich schon lange und intensiv mit unserer Erde und ihren geologischen Gegebenheiten. In der Ausstellung präsentiert sie in Aquatinta-Technik angefertigte „Steinschnitte“ und Radierungen zum Thema „Fossilien“, die wie eine Mahnung die Vergänglichkeit allen Lebens vergegenwärtigen.
Christina Kuhlmann hat sich in ihrer Ölmalerei und ihren Aquarellen ganz der ornamentalen Ästhetik der Fliesenfußböden Altbremer Häuser verschrieben. Die fotorealistische Darstellung irritiert Kuhlmann durch den bewusst eingesetzten Farbauftrag. Die Kombinationen der Ornamente mit Metallbechern und -schalen, ornamentalen Stoffen, der menschlichen Figur versetzen ins Staunen, denn die Bilder fordern heraus, genau hinzusehen.
Ulrike Leopold wandelt erlebte Landschaft in ihre Bildsprache um. Diese Bilder von dezenter Farbigkeit und mit viel Freiflächen laden zu eigenen Assoziationen ein. Auf Reisen zeichnet sie seismografisch die gefahrenen Strecken auf. Aus den entstandenen Linien entwickelt sie später Gittermuster und Netze. Kombiniert mit Mischtechnik entstehen so vielfältige im Bildraum schwebende Erscheinungsformen.
Beate Kortkamps Acrylmalerei führt zurück ins Altbremer Haus. Die Flucht dreier hintereinanderliegender Räume, die durch Glastüren voneinander getrennt sind, lassen je nach Standort unglaubliche Durchblicke und Spiegelungen zu. Was vor und hinter einem liegt verschmilzt. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen innen und außen.
Interessierte Kunstfreunde können die Ausstellung noch bis zum 28. Dezember 2022 in der KV Bremen, Schwachhauser Heerstr. 26/28, besuchen. Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags bis 14 Uhr.