Corona-Impfung in Vertragsarztpraxen

Ihre Ansprechpartner:
Für Abrechnung: Frau Drewes, Frau Scheglow; für Verfahren: Herr Fox

 

 

BESTELLUNG, LIEFERUNG UND VERABREICHUNG

  • Praxen bestellen den Impfstoff – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – ausschließlich bei der sie primär beliefernden Apotheke.
  • Die Bestellung des Impfstoffs muss immer bis spätestens Dienstag, 12 Uhr, für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Hinweis: Bestellen Sie nur bei einer Apotheke, das heißt bestellen Sie nur bei der Apotheke, von der Sie üblicherweise Ihren Praxisbedarf beziehen.
  • Es wird impfstoffspezifisch bestellt. Geben sie auf dem Arzneimittelrezept den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an.

    Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 15. Juni 12 Uhr für die Woche vom 21. bis 27. Juni, Bestellmenge pro Arzt:

    • COVID-19-Impfstoff Comirnaty: maximal 30 Dosen (5 Vials) für Erstimpfungen
    • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria: maximal 20 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen
    • Für Zweitimpfungen gibt es keine Obergrenzen.
  • Für die Bestellung nutzen die Ärztinnen und Ärzte das Arzneimittelrezept – das Formular Muster 16. Als Kostenträger geben sie das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 100038825 an.
  • Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab. Dies gilt auch dann, wenn die Bestellmenge nicht begrenzt ist.
  • Es gilt: Eine Bestellung auf einem Rezept pro Arzt! Eine Praxis mit mehreren Sitzen reicht dementsprechend mehrere Formulare in der Apotheke ein.
  • Damit sichergestellt werden kann, dass für die Zweitimpfung der gleiche Impfstoff zur Verfügung steht wie für die Erstimpfung, bestellen Praxen hierfür den entsprechenden Anteil impfstoffspezifisch mit dem Hinweis auf die Zweitimpfung auf einem weiteren, separaten Rezept! Dabei ist das in der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaImpfV) festgelegte Impfintervall (BioNTech/Pfizer 6 Wochen, AstraZeneca 12 Wochen) zu berücksichtigen.
  • Die Anlieferung des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer inklusive Impfzubehör erfolgt über die Apotheke jeweils am Montagnachmittag der auf die Bestellung folgenden Woche.

 

 

ORGANISATION UND AUFKLÄRUNG

Terminvergabe
Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Ärztinnen und Ärzte können ihre Patienten gezielt ansprechen, denn sie wissen am besten, wer zunächst geimpft werden sollte – ob in der Praxis oder in der Häuslichkeit.

Priorisierung
Auch für die Impfreihenfolge in Arztpraxen ist die Priorisierung nach der Coronavirus-Impfverordnung zu beachten.
Schaubild zur Priorisierung (pdf - 57 kB)

Impfaufklärung und Beratung

  1. Aufklärungsmerkblatt aushändigen, Aufklärungsmerkblätter: www.rki.de
  2. Aufklärungsgespräch anbieten
  3. Impffähigkeit feststellen, Anamnesebogen: www.rki.de
  4. Einwilligung der zu impfenden Person, Einwilligungserklärung: www.rki.de
  5. Dokumentation im Impfausweis, Ersatzbescheinigung zur COVID-19-Schutzimpfung: www.kbv.de

Ausführliche Informationen zu Organisation und Aufklärung (pdf - 507 kB)

 

ABRECHNUNG UND DOKUMENTATION

Vergütung

20 Euro je Impfung (Erst- und Abschlussimpfung: insgesamt 40 Euro)
Die Leistung umfasst die Aufklärung und Impfberatung, die symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, die Verabreichung des Impfstoffs, die Beobachtung in der sich unmittelbar anschließenden Nachsorgephase und die medizinische Intervention im Fall von Impfreaktionen.

35 Euro für den Hausbesuch und 15 Euro für den Mitbesuch
Ist für die Impfung ein Hausbesuch notwendig, gibt es zusätzlich 35 Euro. Für das Impfen jeder weiteren Person in derselben Einrichtung oder sozialen Gemeinschaft werden jeweils 15 Euro zusätzlich zur Impfung vergütet.

10 Euro für ausschließliche Impfberatung ohne Impfung
Erfolgt nur eine Impfberatung ohne nachfolgende Schutzimpfung sind 10 Euro vorgesehen. Die Impfberatung kann auch telefonisch oder per Videosprechstunde stattfinden. Die Abrechnung der ausschließlichen Impfberatung neben einer Impfung und einem Besuch ist im Krankheitsfall ausgeschlossen.

 

Übersicht der Impfziffern und weiterer Leistungen (pdf - 348 kB)

 

RKI-Meldung

Die Vergütung setzt nach der Coronavirus-Impfverordnung die Meldung der erforderlichen Impf-daten an das RKI voraus. Für die tägliche Meldung nutzen Praxen das Impf-DokuPortal der KBV. Ihr Computer muss dazu mit der Telematikinfrastruktur bzw. KV-SafeNet verbunden sein.
https://impfdoku.kv-safenet.de/impfen/manage/startseite.xhtml

Wichtig: Die Anwendung ist im sicheren Netz der KVen und nur über die Telematik-Infrastruktur bzw. KV-SafeNet erreichbar. Einige Praxen haben bereits einen Zugang (QS-Anwendungen, KBV-Fortbildungen, etc.). Die KV Bremen wird für alle anderen in der Woche vom 29. März bis spätestens 1. April die Zugangsdaten per Post versenden.

Sie tragen dort jeweils bis 23.59 Uhr ihre Daten ein. Die Meldung erfolgt auch bei Berufsausübungsgemeinschaften oder MVZ pro Einrichtung. Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Anleitung Impf-DokuPortal (pdf - 54 kB)

FAQ Impf-DokuPortal (pdf - 392 kB)

 

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