Coronavirus: Aktuelle Nachrichten

03.04.2020 | Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese

Mittlerweile können für viele verschiedene Leistungen Folgeverordnungen ausgestellt und per Post an die Patienten übermittelt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Vertragsarzt erfolgt ist. Diese Folgeverordnungen können auf diesem Wege ausgestellt werden:

  • Arzneimittel-Rezepte
  • Häusliche Krankenpflege
  • Heilmittel (auch Verordnungen außerhalb des Regelfalls)
  • Hilfsmittel auf Muster 16 (nur für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie BZ-Teststreifen)
  • Krankenbeförderungen

Bei den Krankenbeförderungen muss der Patient in der Arzt-/oder Psychotherapeutenpraxis bekannt sein. Der Verordner muss sich zudem vom Zustand des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung überzeugt haben.
 

03.04.2020 | Zusätzliches Honorar für Corona-Patienten: Neues Verfahren zur Kennzeichnung der Leistungen ab 1. April

Für die Kennzeichnung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es seit 1. April ein neues Verfahren. Damit werden weiterhin alle diese Leistungen von den Krankenkassen zusätzlich bezahlt.

Die Kennzeichnung erfolgt wie bisher mit der Ziffer 88240. Neu seit Quartalsbeginn ist:  Der Arzt dokumentiert die Ziffer 88240 an allen Tagen, an denen er den Patienten wegen des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus behandelt. Dann bekommt er Folgendes extrabudgetär bezahlt:

  • alle Leistungen, die er an diesen Tagen für den Patienten durchführt
  • die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde
  • die Zusatzpauschale für Pneumologie (GOP 04530 und 13650), auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde
  • die Zusatzpauschale fachinternistische Behandlung (GOP 13250), auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde.

 

03.04.2020 | Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax in Kürze wieder verfügbar

Der Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax 23 ist voraussichtlich ab 3. April in Deutschland wieder im Handel verfügbar. Darüber hat das Paul-Ehrlich-Institut informiert. Die Firma MSD hat zwei Chargen Pneumovax 23 aus Japan importiert. Das bedeutet, dass die Verpackung und die Gebinde in japanischer Kennzeichnung auf den Markt gebracht werden. Auch die Klebeetiketten mit der Charge für den Impfpass sind in japanischen Schriftzeichen. Ärzte müssen daher handschriftlich notieren, dass es sich um Pneumovax 23 handelt.

Die verfügbaren Impfstoffe sind für GKV-Patienten weiterhin genehmigungsfrei über den Sprechstundenbedarf zu beziehen (Muster 16a).

 

03.04.2020 | RKI-Empfehlungen zum Kontaktmanagement für Praxispersonal

Wie sollte eine Praxis vorgehen, wenn medizinisches Personal Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte? Das stellt eine neue Infografik des Robert Koch-Institutes anschaulich dar. Auf einer extra Seite wird das flexiblere Vorgehen bei Personalmangel abgebildet.

Die Hinweise des RKI kommen bei Personalmangel insbesondere unter folgenden Umständen in Frage:

  • Exposition: Kategorie Ia

Medizinisches Personal mit hohem Expositionsrisiko, zum Beispiel ungeschützte relevante Exposition zu Sekreten, Exposition gegenüber Aerosolen von COVID-19-Fällen (z.B. im Rahmen von Bronchoskopie)

  • Exposition: Kategorie Ib

Medizinisches Personal mit begrenztem Expositionsrisiko, zum Beispiel medizinisches Personal mit Kontakt unter 2 Metern zu COVID-19-Fällen ohne Schutzausrüstung, ≥15 Minuten face-to-face Kontakt (ohne Exposition wie unter Ia beschrieben); grundsätzlich gilt: je länger und enger der Kontakt, desto höher das Risiko.

  • Medizinisches Personal mit Erkältungssymptomen
  • SARS-CoV-2-positives medizinisches Personal

Exponiertes medizinisches Personal kann demnach bei Personalmangel unter Beachtung der hygienischen Voraussetzungen weiterarbeiten:

  • bei der Konstellation Ia nach 7-tägiger häuslicher Absonderung und Symptomfreiheit (mit Mund-Nasen-Schutz)
  • bei der Konstellation Ib bei Symptomfreiheit (mit Mund-Nasen-Schutz)

Besonders zwei Prinzipien sind bei Einsatz medizinischen Personals unter den dargestellten Fallkonstellationen besonders zu beachten:

  • Medizinisches Personal mit Krankheitssymptomen muss umgehend getestet werden
  • Positiv getestetes medizinisches Personal darf nur in absoluten Ausnahmefällen weiterarbeiten und darf dann ausschließlich COVID-19-Patienten versorgen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Versorgung von Nicht-COVID-19-Patienten ist Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden und 2 negative SARS-CoV-2-Tests im Abstand von 24 Stunden.

www.rki.de

 

03.04.2020 | Genehmigungsverzicht bei Krankentransporten

Für das Fahren mit dem Krankentransport zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen benötigen folgende Patienten vorerst keine Genehmigung ihrer Krankenkasse mehr:

  • Nachweislich an COVID-19-Erkrankte
  • Patienten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen

Die Verordnung der Krankenbeförderung muss entsprechend gekennzeichnet sein. Dazu wird auf dem Muster 4 angegeben, dass es sich um einen nachweislich COVID-19-Erkrankten oder einen Patienten in Quarantäne handelt.

Die Fristen für die Verordnung von Fahrten zur vor- oder nachstationären Behandlung wurden erweitert:

  • Fahrten zu vorstationären Behandlungen können für 3 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen vor Beginn der stationären Behandlung verordnet werden.
  • Fahrten zu nachstationären Behandlungen können für 7 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen verordnet werden.

 

02.04.2020 | Bei Substitution die Vergabe von Buprenorphin in Betracht ziehen

Unter den Bedingungen der Coronapandemie können Substitutionsärzte, wenn medizinisch vertretbar, auch auf die Gabe von Buprenorphin ausweichen. Darauf weist die KV Bremen hin.

Die derzeitige Situation verlangt von substituierenden Ärzten eine pragmatische Abwägung zwischen suchtmedizinischen und infektionspräventiven Aspekten.  Grundsätzlich müssen Substitutionsmitteln unter persönlicher Aufsicht in der Praxis ausgegeben werden. Aus infektionspräventiven Gründen kann unter den aktuellen Bedingungen dies möglicherweise zu Komplikationen führen.

Für das Wochenende wäre das Ausstellen so genannter Z-Rezepte möglich. Die KV Bremen weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass Z-Rezepte nur für die Fälle vorgesehen sind, in denen die Substitutionsbehandlung nicht anderweitig gewährleistet werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass der Verlauf der Behandlung die kurzfristige „Take- Home-Versorgung“ zulässt. Außerdem müssen Risiken der Selbst- oder Fremdgefährdung von dem behandelnden Arzt eindeutig ausgeschlossen werden.

Ist das nicht gewährleistet, empfiehlt die KV Bremen, weiterhin die Sicht-Vergabe unter Einhaltung der derzeitig vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen vorzunehmen, oder auf die alternierende Sicht-Vergabe von Buprenorphin – falls medizinisch vertretbar- alle zwei oder maximal drei Tage auszuweichen.

 

02.04.2020 | Verordnung häuslicher Krankenpflege wurde erleichtert

Bei der Verordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12) gelten ab sofort weitere Erleichterungen:

  • Die Erstverordnung kann nach individuellem Bedarf auch für längere Zeiträume ausgestellt werden. Die Beschränkung auf 14 Tage ist damit aufgehoben.
  • Folgeverordnungen können rückwirkend für bis zu 14 Tage ausgestellt werden.
  • Ebenfalls ausgesetzt werden Regelungen, wonach die Notwendigkeit für eine längere Dauer medizinisch begründet werden muss und die Folgeverordnung in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums auszustellen ist.

Auch bei den Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege gilt, dass diese ohne direkten Patienten-Kontakt ausgestellt werden können. Der Postversand der Folgeverordnung wird mit der Gebührenordnungsposition 40122 geltend gemacht. 

 

01.04.2020 | Sind Ärzte für Beendigung der Quarantäne zuständig? Nein - aber für die Versorgung schon.

Seit der Allgemeinverfügung zur Absonderung von Personen vom 20. März gilt im Bundesland Bremen eine von Amtswegen verhängte Quarantäne für Menschen mit einer bestätigten Infektion. Behandelnde Ärzte sind für die Aufhebung der Quarantäne nicht zuständig, sie können dies lediglich empfehlen.

In der Allgemeinverfügung zur Absonderung von Personen, die mit dem Corona-Virus (SARS-CoV 2) infiziert sind oder Kontakt mit infizierten Personen hatten vom 20. März heißt es: „Personen, bei denen eine Infektion mit Corona-Viren (auch SARS-CoV 2) labordiagnostisch bestätigt wurde, wird ab der labordiagnostischen Bestätigung einer Infizierung untersagt, ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes zu verlassen.“ Dies gilt auch für Menschen, die Kontakt mit bestätigten Fällen hatten (z.B. mindestens 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht im Abstand von weniger als zwei Metern oder sehr engem Kontakt für einen kürzeren Zeitraum). Eine Quarantäne wird also nicht mehr im Einzelfall auf Weisung eines Amtes angeordnet, sondern tritt automatisch in den oben genannten Fällen in Kraft.

Die Quarantäne endet nach der Allgemeinverfügung von Amtswegen, wenn folgende drei Punkte zutreffen:

  • Frühestens 14 Tage nach Symptombeginn bei Erfüllung aller folgender Kriterien:

  • Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19 Erkrankung und

  • nach Rücksprache mit der „ärztlichen Betreuung“

Nach Rechtsauffassung der KV Bremen steht der Patient in der Verantwortung, die Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt zu suchen, der nach medizinischer Abwägung seinem Patienten lediglich empfehlen kann, die Quarantäne fortzuführen oder zu beenden. Die Entscheidung obliegt dem Patienten. Insofern ist es auch nicht notwendig, dass der Arzt ein „Gesundheitsattest“ ausstellt. Wichtig: Die medizinische Versorgung des Patienten bleibt natürlich in der Hand des behandelnden/überweisenden Arztes.

Eine alte Anordnung, wonach zwei negative Abstriche im Abstand von 24 Stunden zu entnehmen sind, um das Ende der Infektion zweifelsfrei nachzuweisen, ist nicht mehr gültig!

Die zitierte Allgemeinverfügung zur Absonderung von Personen, insbesondere die automatische Quarantäne von Amtswegen, gilt ausdrücklich nicht für im Gesundheitswesen beschäftigte Menschen. Das bedeutet, dass für Ärzte, Psychotherapeuten und medizinisches Fachpersonal, die Quarantäne nicht automatisch in Kraft gesetzt wird.

Unter die Allgemeinverfügung fallen die meisten Fälle, die relevant sind im Praxisalltag. Allerdings können Gesundheits- bzw. Ordnungsamt nach wie vor direkt eine Quarantäne verhängen. In diesen Fällen ist das Amt auch zuständig für die Beendigung der Quarantäne.

Hinweise zu Quarantäne und AU-Bescheinigung

Bei der Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen während einer Quarantäne ist folgendes zu beachten:

  • Ist der Patient krank, weil er zum Beispiel Schnupfen und leichte Halsschmerzen hat, stellt der Arzt eine AU-Bescheinigung aus. Eine AU kann auch nach telefonischer Anamnese für bis zu zwei Wochen ausgestellt und per Post zugesandt werden.
  • Zeigt der Patient keine Symptome, darf der Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen. Das gilt auch, wenn die Person auf das Virus positiv getestet wurde.

Symptomfreie Patienten in Quarantäne (zum Beispiel am Ende der Krankheit, aber noch vor Ablauf der 14-Tage-Regel) haben keinen Anspruch auf eine Verlängerung der AU. Etwaige Forderungen ihrer Arbeitgeber können diese Patienten mit Verweis auf die Allgemeinvergütung beantworten. Der Arbeitgeber kann sich nach dem Infektionsschutzgesetz die Lohnfortzahlung über die zuständigen Behörden erstatten lassen.

 

31.03.2020 | Zuständigkeiten bei Überweisungen an Radiologen beachten

Die Fachgruppe der Radiologen hat als Reaktion auf die Coronakrise für ausgewählte radiologische Leistungen Zuständigkeiten und Zeitfenster definiert. Überweisende Ärzte werden gebeten, den Einsatzplan zu beachten.

  • Radiologie am SJS, Schwachhauser Heerstraße 54, 28209 Bremen: Konventionelle Röntgenaufnahmen und Computertomographien der Lunge zunächst zeitlich organisatorisch begrenzt wochentags von 16:00 bis 18:00 Uhr.
  • MVZ am RKK, St.-Pauli-Deich 24, 29211 Bremen steht ein separater Thorax- Röntgenraum für Verdachtsfälle von 08:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung. Computertomographien der Lunge wochentags von 16:00 bis 17:00.
  • ZEMODI Sonneberger Straße 5, 28325 Bremen: Konventionelles Röntgen und Computertomographie  der Lunge: Dienstag bis Freitag 11:00 bis 13:00.
  • ZEMODI Bremen-Nord, Gerhard-Rohlfs-Str. 39, 28757 Bremen, können Mo., Di., Do., Fr. von 15:00 -17:00 Uhr und Mi. 11:00 -12:00 Konventionelles Röntgen und Computertomographie  der Lunge.
  • ZEMODI Bremen-Mitte, MRT für Notfälle bei Corona-Patienten: Montag bis Freitag von 19:00 – 21:00.
  • Sollten die CT-Kapazitäten nicht ausreichen, werden auch am Standort ZEMODI, Schwachhauser Heerstraße 63a, 28209 Bremen CT-Untersuchungen angeboten.
  • Bremerhaven IRNB, Bürgermeister-Smidt-Straße 166, 27568 Bremerhaven: Röntgen und CT der Lunge nach telefonischer Rücksprache.
  • GPX am DIAKO und LDW bitte nach telefonischer Rücksprache. (Telefonische Erreichbarkeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr)

 

31.03.2020 | Schnelle Informationen in Krisenzeiten: Nennen Sie der KV Ihre E-Mail-Adresse!

Das Fax hat ausgedient und ist fehleranfällig, die Post zu langsam: Die KV Bremen bittet alle Mitglieder darum, E-Mail-Adressen über ein Online-Formular zu melden bzw. zu  aktualisieren.

Die Coronakrise zeigt, dass das Informationsbedürfnis auch bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten riesig ist. Schnelle Kommunikation ist insbesondere in einer sehr dynamischen Entwicklung unentbehrlich. Die KV Bremen geht deshalb dazu über, ihre Mitglieder neben der Homepage per E- Mail (Newsletter) auf dem Laufenden zu. Dies hat den Vorteil, bestimmte Informationen schnell an ausgewählte Fachgruppen zu verteilen bzw. regional zu steuern. Deshalb bittet die KV Bremen alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten gegebenenfalls ihre E-Mail-Adressen zu melden bzw. zu aktualisieren. Dieser Appell geht insbesondere an die Mitglieder, die in den vergangenen Tagen keine E-Mail-Mitteilung von der KV Bremen erhalten haben.

Onlineformular

 

31.03.2020 | ICD-10 GM Kodierung COVID-19

Um durch Labortest gesicherte COVID-19-Infektionen von klinisch-epidemiologisch diagnostizierten abzugrenzen, hat die WHO eine Modifikation des Kodes U07.1 COVID-19 vorgenommen und zusätzlich die nichtbelegte Schlüsselnummer U07.2 der ICD-10 mit Inhalt belegt. Die Umsetzung in der ICD-10-GM erfolgt als Zusatzkodes (Ausrufezeichenkodes).

  • U07.1! ist für COVID-19-Fälle zu verwenden, bei denen das Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen wurde.
  • U07.2! ist für COVID-19-Fälle zu verwenden, bei denen SARS-CoV-2 nicht durch Labortest nachgewiesen wurde, sondern die Infektion klinisch-epidemiologisch bestätigt wurde.

Bitte beachten Sie für die Kriterien der klinisch-epidemiologischen Bestätigung die Falldefinition des RKI.
Einige Fallkonstellationen und die jeweils klassifikatorisch korrekte Kodierung unter Berücksichtigung der Falldefinition des RKI vom 24.03.2020 sind in der Tabelle aufgeführt. Bitte beachten Sie: Die Falldefinition wird seitens des RKI ggf. angepasst.

Labor-diagnostischer Nachweis*
Klinisches Bild*
Epidemiologische Bestätigung*
CD-10-GM-Kodes
(§ 301 SGB V)
ICD-10-GM-Kodes mit Zusatz-kennzeichen für Diagnosen-sicherheit
(§ 295 SGB V)
Positives Testergebnis liegt vor
Nicht vorhanden
Nicht relevant
Z22.8
plus U07.1!
Z22.8 G
plus U07.1! G
Positives Testergebnis liegt vor
Vorhanden
Nicht relevant
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8,
plus U07.1!
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8 G,
plus U07.1! G
Positives Testergebnis liegt nicht vor**
Vorhanden: unspezifisch oder spezifisch
Positiv
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8,
plus Z20.8
plus U07.2!
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8 G,
plus Z20.8 G
plus U07.2! G
Positives Testergebnis liegt nicht vor**
Vorhanden
Negativ
Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z.B. J12.8, bei
Vorliegen einer Viruspneumonie
Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z.B. J12.8 G, bei
Vorliegen einer Viruspneumonie

 

30.03.2020 | Schmerztherapeutische Beratung jetzt auch per Video

Schmerztherapeutische Gespräche können ab 1. April auch per Video erfolgen. Diese Möglichkeit besteht nicht nur während der Coronavirus-Pandemie, sondern dauerhaft. Das hat der Bewertungsausschuss heute beschlossen.

Die Voraussetzung zur Abrechnung der Gebührenordnungsposition 30708 für die Beratung und Erörterung und/oder Abklärung im Rahmen der Schmerztherapie wird im EBM-Abschnitt 30.7.1 entsprechend angepasst. Mit dieser Entscheidung wurde der Einsatz der Videosprechstunde erneut erweitert.

 

30.03.2020 | Covid-Gesetz enthält Finanzhilfen für Praxen

Das Gesetz zum Ausgleich finanzieller Belastungen in Gesundheitseinrichtungen infolge von COVID-19 hat im Eilverfahren Bundestag und Bundesrat passiert. Es enthält auch Umsatzgarantien für Praxen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten.  
Ziel des Gesetzes ist es, die ambulante Versorgung der Bevölkerung während der Coronavirus-Pandemie auch bei reduzierter Inanspruchnahme durch Patienten zu sichern und drohende Praxisschließungen abzuwenden. Es enthält zugleich umfangreiche Finanzhilfen für den Krankenhaus- und Pflegebereich.

Für den ambulanten Bereich sieht das Gesetz vor, dass die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) trotz reduzierter Leistungsmenge im regulären Umfang ausgezahlt wird. Die Krankenkassen müssen also genauso viel Geld für die Versorgung der Patienten bereitstellen wie zu „normalen“ Zeiten.

Voraussetzung für eine Ausgleichszahlung ist eine Fallzahlminderung in einem Umfang, die die Fortführung der Arztpraxis gefährden würde. Die Entscheidung darüber, wann eine solche Fallzahlminderung vorliegt, haben die KVen im Benehmen mit den Krankenkassen zu treffen.
Die Entscheidung hat sich an dem Ziel zu orientieren, die gesamte MGV an die Vertragsärzte und -psychotherapeuten auszuzahlen. In den Honorarverteilungsmaßstäben sind entsprechende Regelungen für den Ausgleich vorsehen.
Ärzte und Psychotherapeuten haben zudem Anspruch auf eine Ausgleichszahlung für extrabudgetäre Leistungen wie Früherkennungsuntersuchungen und ambulante Operationen. Dafür muss allerdings der Gesamtumsatz ihrer Praxis (EGV und MGV) um mindestens zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sinken und die Fallzahl zurückgehen. 
Durch die Entschädigungen sind die Honorarverluste in der EGV zu 90 Prozent auszugleichen. Zudem ist geregelt, dass Ausgleichszahlungen mit Entschädigungen, die beispielsweise nach dem Infektionsschutzgesetz bei einer angeordneten Quarantäne gezahlt werden, verrechnet werden müssen.
 

27.03.2020 | Praxis offen oder zu? Wöchentliche Statusmeldung über Online-Formular

Aktuelle Informationen über die Versorgungssituation in Bremen und Bremerhaven sind vor allem in der Krise unerlässlich. Deshalb weist die KV Bremen alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten an, wöchentlich über ein Online-Formular Meldung zu erstatten, ob die Praxis weiterhin am Netz ist oder geschlossen wurde: Statusmeldung

 

27.03.2020 | Kontaktlos mit der KV Bremen kommunizieren

Die KV Bremen hat interne Abläufe umgestellt und Verfahrensregeln geändert, die es Praxen erlauben, kontaktlos mit der KV-Verwaltung zu kommunizieren.

  • Bitte senden Sie schriftliche Unterlagen, wie Quartalserklärungen, Abrechnungsscheine, Anträge etc., nur noch per Post oder werfen Sie diese in den Briefkasten der KV Bremen! Die KV-Mitarbeiter dürfen diese nicht persönlich entgegennehmen und auch keine Empfangsbestätigung ausfüllen. Dies gilt insbesondere für die Termine der Abrechnungsabgabe 1/2020 in Bremerhaven und Bremen.
  • Alternativ können Sie folgende Unterlagen - ausgefüllt und unterschrieben - auch eingescannt per E-Mail an die KV Bremen versenden:
  • Bitte sehen Sie von telefonischen Nachfragen des Eingangs Ihrer Quartalsabrechnung ab! Sollten Ihre Abrechnung oder wichtige Unterlagen fehlen, wird der zuständige Mitarbeiter der Abrechnung sich mit Ihnen in Verbindung setzen.
  • Formulare können Sie „kontaktlos“ bei der Abteilung Zentrale Dienste unter zd@kvhb.de bestellen! Die Formulare stehen dann drei Werktage später im Eingang des Empfangs der KV Bremen fertig gepackt und beschriftet zur Abholung für Sie bereit. Beispiel: Sie bestellen am Freitag die Formulare, dann können Sie am Mittwoch Ihr Paket abholen.
  • Datenmüll kann derzeit nicht bei der KV Bremen entsorgt werden.
  • Ebenso können Sie derzeit keine Gebühren am Empfang der KV Bremen per Kartenzahlung durchführen, sondern nur per Überweisung.
  • Da uns viele Anfragen zur Corona-Pandemie erreichen, bitten wir um Ihr Verständnis, dass es zu Verzögerungen bei der Beantwortung von Anfragen sowie bei der Bearbeitung von Anträgen, Widersprüchen und Honorarkorrekturen kommen kann

Erklärung in eigener Sache: „Auch wenn die Ihnen bekannten Mitarbeiter der KV Bremen gerade nicht persönlich für Sie da sind, stehen wir Ihnen selbstverständlich telefonisch und per E-Mail gerne zur Verfügung.“

Zu bestimmten Fragestellungen im Zusammenhang mit Corona können Sie sich an diese zentralen Rufnummern wenden:

  • Corona-Ambulanz/Fieberambulanz: 0421/3404-328 und -181
  • Abrechnung Corona: 0421/3404-300 und -301
  • Videosprechstunde: 0421/3404-118 und -301
  • Schutzmittel: 0421/3404-178 und -105
  • Entschädigung: 0421/3404-150 und -341

 

27.03.2020 | Therapeutische Alternativen zu Paracetamol prüfen

Aktuell bestehen Lieferengpässe bei paracetamolhaltigen Arzneimitteln. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fordert daher dazu auf, dass verschreibungspflichtige paracetamolhaltige Arzneimittel nur nach Prüfung therapeutischer Alternativen und nur in der medizinisch notwendigen Packungsgröße verordnet werden sollen.
Darüber hinaus hat sich das BMG auch zu sogenannten Vorratsverordnungen geäußert. Die Verordnung von Medikamenten insbesondere bei chronisch kranken Patienten sollte im gewohnten Umfang fortgesetzt werden, zum Beispiel mit einer N3-Packung. Ferner sollte auf eine zusätzliche Ausstellung von Privatrezepten, soweit sie aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich sind, verzichtet werden. Damit sollen Versorgungsengpässe vermieden werden.

 

27.03.2020 | Dialyse-Versorgung in Zeiten des Coronavirus

Um die Versorgung von Dialyse-Patienten in Zeiten des Coronavirus sicherzustellen, haben KBV und GKV-Spitzenverband einen Notfallplan verabschiedet. Dieser ist am 23.03.2020 in Kraft getreten und vorerst bis zum 30.06.2020 befristet.

Durch Einführung der Notfallmaßnahmen können Dialyseeinrichtungen bei Bedarf schnell und unbürokratisch reagieren und von den Vorgaben der Anlage 9.1 BMVÄ (Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten) und der QS-Vereinbarung zu den Blutreinigungsverfahren (§ 135 Abs. 2 SGB V) abweichen. So könnten zum Beispiel unkompliziert Patienten anderer Praxen übernommen werden, falls diese krankheitsbedingt ausfallen oder Einrichtungen aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in dem gewohnten Umfang weiterarbeiten können.

Auch muss im Bedarfsfall reagiert werden, wenn sich Dialyse-Patienten mit dem Virus infiziert haben. So könnte es sinnvoll sein, dass einige Dialysepraxen ausschließlich Patienten versorgen, die sich mit dem COVID-19-Virus angesteckt haben. Durch diese Trennung kann das Infektionsrisiko für alle anderen Dialyse-Patienten verringert werden.

Sollte von den eigentlich geltenden Dialyse-Vorgaben abgewichen werden, benötigt die KV Bremen darüber eine Information der Praxis. Diese kann auch im Rahmen der Quartalsabrechnung erfolgen, indem zu den abgerechneten Leistungsziffern ein Hinweis im „freien Begründungstext“ erfolgt (z.B. „Patient übernommen von Praxis XY.“; Feldkennung 5009).

Zuschlagsziffern für die Infektionsdialyse

Zusätzlich sind die Gebührenordnungspositionen 40835 (Zuschlag zu den Kostenpauschalen nach 40816, 40823 oder 40825) und 40836 (Zuschlag zu den Kostenpauschalen 40815, 40817, 40818, 40819, 40824, 40826 bis 40828) für die Infektionsdialysen nun auch bei folgenden Patientengruppen berechnungsfähig:

  • Patienten, die mit dem COVID-19-Virus infiziert sind
  • Patienten, die gemäß §§ 28 und 30 IfSG unter Quarantäne gestellt sind
  • Kontaktpersonen der Kategorie I des Robert-Koch-Instituts.

Sofern die GOP 40835 bzw. 40836 bei einem Patienten der o. g. Gruppen abgerechnet wird, denken Sie bitte an die entsprechende ICD-10-Kodierung: Im Zusammenhang mit COVID-19 kodieren Ärzte die jeweiligen Erkrankungen oder Symptome und geben zusätzlich den Kode U07.1 an. Angaben zur Diagnosesicherheit erfolgen über das Zusatzkennzeichen „V“ für Verdacht oder „G“ für gesichert. Bitte beachten Sie folgende Erläuterungen und Beispiele der KBV unter: www.kbv.de/html/1150_44884.php .

Abrechnung: Daniela Scheglow: 0421.34 04-315 | d.scheglow@kvhb.de
QS-Vereinbarung: Alexandra Thölke, 0421.3404-330 | a.thoelke@kvhv.de

 

27.03.2020 | Desinfektionsmittel in Bremer Apotheken verfügbar

Bremer Apotheken verfügen aktuell wieder über Bestände an selbst gefertigten Desinfektionsmitteln. Das teilt der Bremer Apothekerverband teilt mit.

Die KV Bremen weist deshalb darauf hin, dass sich Praxen mit Desinfektionsmitteln über Apotheken ausstatten können. Da nicht sämtliche Apotheken eigene Desinfektionsmittel herstellen, gilt die Empfehlung, gegebenenfalls mehrere Apotheken zu kontaktieren. Da die Lieferung von Rohstoffen an Bremer Apotheken weiter läuft, wird auch in der kommenden Woche mit der Verfügbarkeit von Mitteln zur Oberflächendesinfektion gerechnet. Grundsätzlich seien die Preise etwas höher und entsprächen nicht den gewohnten Großhandels-Konditionen, teilt der Apothekerverband mit.

 

27.03.2020 | Videoanleitung zum richtigen Umgang mit Schutzmitteln

In Krisenzeiten mit knappen Ressourcen ist der korrekte Umgang mit Schutzmitteln wichtiger denn je. In einer Videoanleitung erklärt der Bremer Arzt Dr. Uwe Schwichtenberg, wie eine Schutzausrüstung richtig angelegt und ausgezogen wird. Außerdem gibt es nützliche Tipps zum ressourcensparenden Umgang mit Schutzmasken. Video bei Youtube: https://youtu.be/03e1-8Wk_Tc

 

26.03.2020 | Abstriche: Wer wird getestet? Und wer nicht?

Risikopatienten mit akuten respiratorischen Symptomen sollen vorrangig auf das Coronavirus getestet werden. Das sehen die neuen Kriterien des Robert Koch-Instituts vor. Menschen ohne Krankheitszeichen sollen danach grundsätzlich nicht getestet werden, Menschen mit akuten respiratorischen Symptomen ohne Vorerkrankungen nur bei ausreichender Testverfügbarkeit.

Wer mild erkrankt, kein Risikopatient sei und mangels Testkapazitäten derzeit nicht getestet werden könne, solle zu Hause bleiben und Abstand zu anderen halten, stellte RKI-Präsident Prof. Lothar H. Wieler heute bei der Vorstellung der Test-Kriterien vor Journalisten klar.

Zu den Fällen, die weiterhin labordiagnostisch abgeklärt werden, gehören Personen mit akuten respiratorischen Symptomen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten. Das bisherige Kriterium, dass ein Patient in einem Gebiet mit COVID-19-Fällen gewesen sein muss, entfällt angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Erregers.

Ein Test soll nach den neuen Kriterien auch durchgeführt werden, wenn es klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie gibt. Außerdem werden jetzt Beschäftigte in Arztpraxen, im Pflegebereich und Krankenhaus besonders berücksichtigt. Dort Tätige müssen bei akuten respiratorischen Symptomen auf das SARS-CoV-2 getestet werden.
 

26.03.2020 | U-Untersuchungen: Untersuchungszeiträume ab U6 ausgesetzt

Ärzte können Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 jetzt auch durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind.
Die Zeiträume für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen sind in der Kinder-Richtlinie geregelt und entsprechend im EBM festgelegt. KBV und GKV-Spitzenverband haben nun vereinbart, dass diese festen Zeiträume für die U6, U7, U7a, U8 und U9 bis zum 30. September 2020 ausgesetzt werden.

 

26.03.2020 | Vorübergehend kein Mammographie-Screening

Angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus wird das Mammographie-Screening vorerst ausgesetzt. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss gestern in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit beschlossen. Die Standorte aller Screening-Einheiten werden zum Ende dieser Woche vorübergehend geschlossen. Bis zum 30. April werden keine Einladungen verschickt. Nach Beendigung der Aussetzung wird der Einladungsversand umgehend nachgeholt.

 

25.03.2020 | Übersicht Corona-Ambulanzen

Corona Ambulanz Bremen Mitte

Fax für Überweisungen: 0421/35059211
Hinweis: Bitte auf der Überweisung die Faxnummer für etwaige Rückmeldungen lesbar notieren.

Messehalle 5 und 6 - Messe Bremen, Theodor-Heuss-Allee 15, 28215 Bremen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr
Homepage

Corona Ambulanz Bremen Ost

Fax für Überweisungen: Fax-Nr. 0421/4081969
Hinweis: Bitte auf der Überweisung die Faxnummer für etwaige Rückmeldungen lesbar notieren.

Klinikum Bremen-Ost, Züricher-Straße 40, 28325 Bremen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr
Homepage

Corona Ambulanz Bremerhaven

Fax für Überweisungen: 0471/98216660
Hinweis: Bitte auf der Überweisung die Faxnummer für etwaige Rückmeldungen lesbar notieren.

Dr. Franz Mehrtens Straße 4, 27580 Bremerhaven
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 16 bzw. 17 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 12 bzw. 13 Uhr
Homepage

 

25.03.2020 | Auch Postversand bestimmter Hilfsmittelrezepte wird erstattet

Auch für den Postversand bestimmter Hilfsmittelrezepte werden Ärzten vorübergehend die Portokosten erstattet. Konkret geht es um Hilfs- und Verbandmittel, die auf Muster 16 verordnet werden, zum Beispiel Blutzuckerstreifen oder Produkte zur Inkontinenzversorgung. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen. Grund ist auch hier der gestiegene Bedarf für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Die Regelung gilt nicht für Seh- und Hörhilfen, die auf Muster 8 beziehungsweise auf Muster 15 verordnet werden. Bei ihnen ist vor einer Verordnung in der Regel eine ärztliche Überprüfung der Werte medizinisch erforderlich. Die Portokosten werden wie beim Versand von Arzneirezepten oder Überweisungen (die PraxisNachrichten berichteten) in Höhe von 90 Cent erstattet. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition (GOP) 40122. Die Regelung ist zunächst zeitlich befristet bis 30. Juni 2020.

Hinweise zu GOP 01430 und 01435

Außerdem hat der Bewertungsausschuss etwas klargestellt: Die Abrechnung des Portos ist vorübergehend auch neben der GOP 01430 für den sogenannten Verwaltungskomplex und neben der GOP 01435 für die Bereitschaftspauschale berechnungsfähig. Konkret heißt das für die Praxis: Auch wenn ein Patient am Praxistelefon mit dem medizinischen Personal gesprochen hat, nicht aber mit dem Arzt selbst, darf dieser das Porto für die Rezeptzusendung abrechnen. Voraussetzung für jede Zusendung ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.

Vorlage der eGK nicht erforderlich

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

 

25.03.2020 | KV-Vorstand Dr. Jörg Hermann: Jede Maske hilft!

Warum einfache Schutzmasken derzeit nahezu genauso gut schützen wie FFP2/3-Masken, schildert Dr. Jörg Hermann, Vorstandsvorsitzender der KV Bremen, in einer persönlichen Mitteilung an die Mitglieder der KV Bremen.

OP-Gesichtsschutzmasken aus mehrlagigem Papier halten Tröpfchen fern. Besonders wichtig bei infektiösen, hustenden und niesenden Patienten vor deren Nase, zum Schutz anderer.

Als sinnvoller Schutz von nicht-infiziertem Medizinpersonal wurden sie bisher nicht angesehen, hier wurden FFP2 oder 3 Filtermasken empfohlen. Der Unterschied in der Schutzwirkung ist entscheidend: FFP wirken gegen Aerosol-Übertragung, Papiermasken und alle Hilfskonstrukte nur gegen Tröpfchenübertragung.

Aerosolübertragung ist bekannt von Masern und Windpocken (daher die hohe Kontagiosität). Bei Cov-2 geht man heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von ausschließlicher Tröpfchenübertragung aus. Leider landen die Tröpfchen auch auf Oberflächen, wo das Virus u.U. mehr als einen Tag ansteckungsfähig bleiben könnte.

Die Folgerung hieraus ist:

  1. Hände waschen/ desinfizieren ist mit Abstand die wichtigste Maßnahme für Laien und Medizinpersonal.
  2. Regelmäßige Oberflächenreinigung (-desinfektion, wenn vorhanden) ist essenziell.
  3. Einfache Schutzmasken haben sicher nahezu die gleiche Schutzwirkung wie Masken mit Filtern. Schals, Tücher, Bastelmasken sind besser als nichts.

Wie komme ich zu dieser Einschätzung:

„The weight of the evidence suggests that the new coronavirus can exist as an aerosol only under very limited conditions, and that this transmission route is not driving the pandemic. But “limited” conditions does not mean “no” conditions, underlining the need for health care workers to have high levels of personal protection, especially when doing procedures such as intubation that have the greatest chance of creating coronavirus aerosols. “I think the answer will be, aerosolization occurs rarely but not never,” said microbiologist and physician Stanley Perlman of the University of Iowa. “You have to distinguish between what’s possible and what’s actually happening.”

When researchers in Singapore tested the air in the rooms of three Covid-19 patients, they found no virus particles on cleaned surfaces or in the air even when they took samples on days the patients were symptomatic and presumably shedding virus into the air, they reported this month in the Journal of the American Medical Association. In the room of the third patient, who shed more virus, virus particles were present on ventilation fans and numerous surfaces — but all air samples were negative. “( Published Online: March 4, 2020. doi:10.1001/jama.2020.3227)

 

24.03.2020 | Psychotherapie: Sprechstunde und probatorische Sitzungen jetzt auch per Video

Um die psychotherapeutische Versorgung während der Coronavirus-Krise zu erleichtern, haben KBV und GKV-Spitzenverband einige Sonderregelungen beschlossen. Sie gelten ab sofort und betreffen die Videosprechstunde und die Umwandlung von Gruppen- in Einzeltherapien. Die Durchführung von Psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) werden zunächst bis zum 30. Juni 2020 auch im Rahmen der Videosprechstunde ermöglicht.
Bislang war dies nur bei bestimmten Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie möglich und nur, wenn vorher ein persönlicher Kontakt zwischen Patient und Psychotherapeut stattgefunden hat.

Video-Lösung nur für Einzelfälle

Grundsätzlich erfordert die Psychotherapeutische Sprechstunde weiterhin die Anwesenheit der Patienten: Insbesondere für Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung ist der unmittelbare persönliche Kontakt im Regelfall notwendig. Gegebenenfalls muss die Sprechstunde auf ein Mindestmaß reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren.
Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Patienten den Weg in die Praxis nicht zuzumuten, wenn dadurch andere Gefahren vermieden werden können. Hierfür wurde die Psychotherapie-Vereinbarung jetzt entsprechend für einen begrenzten Zeitraum angepasst.
Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben.
Zudem müssen die Vorgaben der Landeskammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachtet werden.

Hinweise zur Abrechnung

Zur Umsetzung der Sonderregelungen wurde der EBM so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen bis zum 30. Juni auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen in einer Videosprechstunde durchgeführt wurden.
Videosprechstunde: Übersicht zur Vergütung KBV (pdf)

Umwandlung von Gruppentherapie

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Auch diese Regelung gilt bis 30. Juni. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden (kein Formular notwendig).
Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden.
Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Hinweise zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen für Psychotherapeuten

Psychotherapeutische Behandlungen sind auch im unmittelbaren persönlichen Kontakt weiterhin notwendig und sinnvoll. Zur Versorgung der Bevölkerung müssen die Praxen daher, soweit es die äußeren Umstände erlauben, auch physisch für Patienten erreichbar bleiben.
Insbesondere in Akutfällen und gerade in Zeiten, die die psychische Belastbarkeit zunehmend herausfordern, ist eine therapeutische Konstante am Ort der Praxis wichtig.
Die Durchführung von Gruppentherapien ist weiterhin zulässig, da es sich hierbei um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt.
Ob eine Durchführung weiterhin zumutbar ist, müssen Therapeuten im Rahmen ihrer Verantwortung abwägen. Sie sollten kritisch prüfen, ob dies unter Beachtung des Infektionsschutzes möglich ist oder gegebenenfalls ein verstärktes Angebot von Einzelkontakten über einen begrenzten Zeitraum sinnvoller ist.

 

 

24.03.2020 | Verdachtsabklärung: RKI veröffentlicht neue Kriterien zur Testung und Meldung

Das Robert Koch-Institut hat heute seine Kriterien zur Verdachtsabklärung angepasst. Danach sollen nur Personen mit Symptomen auf das Coronavirus getestet werden, insbesondere solche, die zu einer Risikogruppe gehören.

RKI-Kriterien für die Testung auf SARS-CoV-2

Egal, ob der Patient einen Arzt per Video oder Telefon konsultiert oder in die Praxis kommt, eine der häufigsten Fragen ist: Wer wird getestet? Die Entscheidung trifft der Arzt auf Basis der Kriterien des Robert Koch-Institutes (RKI). Danach sollte eine Testung nur bei Vorliegen von Krankheitssymptomen erfolgen und zwar in diesen Fällen:

  1. Akute respiratorische Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person in den letzten 14 Tagen
  2. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie im Zusammenhang mit einer Fallhäufung in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern
  3. Klinische oder radiologische Hinweisen auf eine virale Pneumonie ohne Hinweis auf eine andere Ursache
  4. Akute respiratorische Symptome bei Risikogruppen (Alter über 60, immunsupprimiert, onkologische Behandlung etc.) oder Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen oder Krankenhäusern
  5. Nur bei ausreichender Testverfügbarkeit: akute respiratorische Symptomen ohne Risikofaktoren

Die Konstellationen 1 und 2 gelten als begründeter Verdachtsfall und müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
Die Kassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt den Test für medizinisch notwendig erachtet.

Weitere Informationen: www.kbv.de

 

24.03.2020 | HanseSani soll überflüssige Transporte verhindern

Seit dem 23. März 2020 hat der Rettungsdienst im stadtbremischen Rettungsdienst ein neues Rettungsmittel in Betrieb genommen. Ein erfahrener Notfallsanitäter fährt Einsatzstellen an, bei denen es gemäß telefonischen Meldebild in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle fraglich ist, ob ein Transport in eine Klinik notwendig ist.

Ziel des Konzeptes HanseSani ist, überflüssige Transporten und Klinikaufnahmen zu vermeiden. Sollte sich nach der Untersuchung durch den HanseSani herausstellen, dass ein Transport des Patienten zum Hausarzt, KV-Bereitschaftsdienst oder Krankenhaus unvermeidlich ist, wird durch den HanseSani ein geeignetes Transportmittel alarmiert. Bei akut überwachungspflichtigen Patienten werden Fahrzeuge des Rettungsdienstes (NTW, RTW, Notarzt) alarmiert. Sollte dieses allerdings nicht erforderlich sein, so kann der HanseSani eine Transportbescheinigung ausstellen. Damit ist ein Transport zum Beispiel mit einem KTW eines privaten Unternehmens oder mit einem Taxi möglich. Mit der Bescheinigung soll dann ein Transportschein nach Beendigung des Patiententransportes in einer Praxis bzw. Krankenhaus durch die Praxis ausgestellt werden. Dieses Verfahren ist mit den Kostenträgern abgestimmt.

Im Rahmen der Dienstgruppe HanseSani sind immer zwischen 1 und 3 parallel im Dienst. Diese speziell ausgebildeten Notfallsanitäter haben alle erforderlichen Ausstattungen dabei, Patienten zu untersuchen. Auch eine kleine Bedarfsmedikation (ACC, PCM und Otriven) kann ausgeteilt werden. Es besteht immer ein CallBack-Verfahren zur Ärztlichen Leitung Rettungsdienst.

 

24.03.2020 | AU-Bescheinigung per Telefon von 7 auf 14 Tage ausgeweitet

Vertragsärzte dürfen Patienten ab sofort bis zu 14 Tage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht.
Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes für bis zu einer Woche ausstellen.

Telefonische AU auch im Verdachtsfall
Jetzt haben KBV und Krankenkassen die Regelung noch einmal erweitert. Neu neben der längeren Dauer von bis zu 14 Tagen ist, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt.
Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus reduziert werden.

Arzt informiert über Test
Sollte bei einem Patienten mit Infektionsverdacht eine Labordiagnostik (nach RKI-Kriterien) erforderlich sein, informiert der Arzt ihn darüber, wo er sich testen lassen kann und schickt an die entsprechende Corona-Ambulanz (Testzentrum) die Überweisung für den Patienten. Der Arzt muss außerdem darauf hinweisen, dass der Patient unverzüglich einen Arzt aufsucht – nach telefonischer Anmeldung –, falls es ihm gesundheitlich schlechter geht.

Die Regelung zur telefonischen AU ist bis zum 23. Juni befristet.

AU-Bescheinigung per Telefon

Abrechnung:

  • Versicherten- bzw. Grundpauschale plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis oder hatte einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde
  • GOP 01435 (88 Punkte / 9,67 Euro) plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde

Verwendung der eGK
Auch für die telefonische AU-Bescheinigung benötigen Ärzte für die Abrechnung die Versichertenstammdaten des Patienten. Hierbei gibt es folgende drei Konstellation:

  • Der Patient war in dem Quartal in der Praxis, die elektronische Gesundheitskarte wurde eingelesen: Die Versichertendaten liegen bereits vor.
  • Der Patient ist der Praxis bekannt, war in dem Quartal aber nicht da: Die Praxis übernimmt die Versichertendaten aus der Patientenakte.
  • Der Patient ist unbekannt, er war noch nicht in der Praxis. Das Praxispersonal erfragt am Telefon die Versichertendaten und pflegt sie händisch ein:
            -  Name des Versicherten
            - Wohnort des Versicherten (PLZ)
            - Geburtsdatum des Versicherten
            - Krankenkasse
            - Versichertenart (Mitglied, Familienversichert, Rentner)

Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21).

 

23.03.2020 | Spahn sagt Praxen Unterstützung zu

In einem offenen Brief wendet sich Gesundheitsminister Jens Spahn an alle niedergelassenen Ärzte. Er verspricht, alle gesetzlichen Maßnahmen zu prüfen, um Verluste durch die Coronakrise auszugleichen.

Offener Brief von Gesundheitsminister Spahn (pdf - 226 kB)
 

23.03.2020 | Versand von Folgerezepten, Überweisungen und andere Verordnungen per Post kann abgerechnet werden

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden. Konkret umfasst sind von der getroffenen Regelung:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen(auch BtM-Rezepte),
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

gemäß den Vordrucken für die vertragsärztliche Versorgung (Anlage 2 zum BMV-Ärzte).

Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass der Patient im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war.

Ärzte rechnen für den Versand des Wiederholungsrezeptes, des Überweisungsscheines oder einer anderen Verordnung die Gebührenordnungsposition 40122 (Transport von Briefen bis 50 g (Kompaktbrief)) ab, die mit 90 Cent dotiert ist.
Die in den Allgemeinen Bestimmungen 7.1 getroffene Regelung, dass Versand- und Transportkosten grundsätzlich in den Gebührenordnungspositionen enthalten sind, wird somit übergangsweise ausgesetzt.

Das Unterschriftenverfahren für den Beschluss des Bewertungsausschusses ist eingeleitet. Der Beschluss tritt mit Unterzeichnung in Kraft und ist befristet bis zum 30. Juni 2020.

 

20.03.2020 | Honorareinbußen nach Corona: KV Bremen spannt Schutzschild

Die KV Bremen spannt einen Schutzschild, um Honorareinbußen und Liquiditätsengpässe als Folge der Coronakrise in den Praxen in Bremen und Bremerhaven zu minimieren.

Während der ersten drei Quartale 2020 zahlt die KV Bremen Abschläge in der bisher festgelegten Höhe. Die RLV der Zukunft werden auf „normale“ Quartale aufgesetzt: Wenn es Einbußen aufgrund Coronakrise  gab, werden die Quartale 1-3/2021 nicht auf dem entsprechenden Vorjahresquartal aufgesetzt. Weiterführende Informationen sowie Angaben zu Entschädigungszahlungen und Kurzrarbeit hat die KV Bremen in einem Infoblatt zusammengefasst:
Informationen zu Entschädigungszahlungen und Kurzarbeit (pdf - 89 kB)

 

20.03.2020 | Infos zu Kurzarbeit, Praxisorganisation und Finanzen

Der NAV-Virchowbund hat einige nützliche Informationen zu den Themen Kurzarbeit, Praxisorganisation sowie Recht und Finanzen.

 

20.03.2020 | So stellen Praxen einen Passierschein aus

Um auf eine etwaige Ausgangssperre vorbereitet zu sein, empfiehlt die KV Bremen ihren Mitgliedern präventiv für das Praxispersonal einen Berechtigungs- bzw. Passierschein auszustellen. Es sollte sich um ein Dokument auf dem offiziellen Briefpapier der Praxis handeln, das mit der Unterschrift des Praxisinhabers versehen ist und die Angaben zur Person enthält.

Folgende Textbausteine sind sinnvoll:

  • „Erklärung über das Bestehen dringender beruflicher Gründe – wichtiges Dokument – sorgfältig aufbewahren und mitzuführen“
  • „Die oben genannte Person ist in der Arztpraxis _____________ tätig und muss zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung den Arbeitsplatz in ________________________ erreichen.“
  • „Die oben genannte Person ist gehalten, den einfachsten und sichersten Weg zu wählen und nach Beendigung der Tätigkeit umgehend den Wohnort aufzusuchen.“

 

20.03.2020 | Verteilung von Schutzmitteln: KV informiert rechtzeitig über das Verfahren

Dieser Tage erreichen Lieferungen vom Bundesbeschaffungsamt mit Schutzmitteln die Landes-KVen. Die KV Bremen wird ihre Mitglieder rechtzeitig darüber informieren, wie die Verteilung an die Praxen vorgenommen wird. Dies wird frühestens in der 13. Kalenderwoche der Fall sein.

Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern, sich über die Coronaseite auf www.kvhb.de auf dem Laufenden zu halten bzw. Faxe oder E-Mail-Nachrichten von der KV Bremen zu beachten. Auf diesen Kanälen werden die Informationen zum Prozedere veröffentlicht.

Die KV Bremen bittet ihre Mitglieder eindringlich darum, von telefonischen Nachfragen Abstand zu nehmen. Es werden keine Bestellungen aufgenommen.

Die Lieferungen vom Bundesbeschaffungsamt sind in der Menge stark begrenzt, so dass lediglich kleine Mengen an Praxen distribuiert werden können. Es ist davon auszugehen, dass diese Kleinstmengen lediglich zur Überbrückung von wenigen Tagen dienen, bis die „normale“ Lieferkette wieder in Gang kommt.

 

20.03.2020 | PM: KV Bremen ruft zu Spende von Schutzmaterial und Desinfektionsmittel auf (pdf - 74 kB)

 

19.03.2020 | Corona-Ambulanz in Bremerhaven nimmt Betrieb auf: Das müssen Ärzte wissen

Die Corona-Ambulanz in Bremerhaven nimmt am Freitag, den 20. März, den Betrieb auf. Ärzte können ab diesem Tag begründete Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus nach RKI-Systematik an die Ambulanz überweisen.

Die Faxnummer lautet: 0471.98216660

Öffnungszeiten: MO bis Fr  9 bis 16 bzw. 17 Uhr, Sa und So 9 bis 12 bzw. 13 Uhr.

Adresse: Dr. Franz Mehrtens Straße 4

Derzeit wird ein detailliertes Ablaufschema für überweisende Ärzte ausgearbeitet und alsbald auf der Homepage der KV Bremen veröffentlicht.

 

19.03.2020 | Hinweis der KV Bremen für ambulante OP-Zentren: Nicht alle OP sind verboten

Für die Stadtgemeinde Bremen gilt seit dem 19. März eine Allgemeinverfügung, die unter anderem Regelungen für ambulante OP-Einrichtungen enthält. Darin heißt es im Wortlaut: „Krankenhäusern und Einrichtungen für ambulantes Operieren wird untersagt, bis auf Weiteres planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe, die die Belegung eines Krankenhausbettes erforderlich machen, durchzuführen, sofern die Verschiebung der Aufnahme, der Operation oder des Eingriffs medizinisch vertretbar ist.“

Die KV Bremen interpretiert diese Anordnung folgendermaßen: Operationen, bei denen nur im Falle einer seltenen Komplikation eine Krankenhausaufnahme nötig ist, können weiter durchgeführt werden, allerdings ohne Begleiter und Besucher. Selten in diesem Sinne sind nach Auffassung der KV Bremen ein Prozent oder weniger. Dies gilt auch für Eingriffe außerhalb von OP-Zentren und Krankenhäusern, insbesondere in Praxen, wenn Komplikationen mit Krankenhauseinweisungen vorkommen. Auch dort dürfen aus Gründen des gesunden Menschenverstandes derzeit Eingriffe nur durchgeführt werden, wenn stationäre Nachbehandlungen selten im oben genannten Sinne sind.
 

17.03.2020 | Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurden die Begrenzungsregelungen aufgehoben. Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert. Die Begrenzung wurde zunächst für das zweite Quartal ausgesetzt, über eine Verlängerung wird zeitnah verhandelt. Für das laufende erste Quartal gibt es keine Aussetzung, da davon auszugehen ist, dass die 20-Prozent-Marke nicht erreicht wird.
 

17.03.2020 | Shutdown-Verfügung: Praxen sollen geöffnet bleiben

Das öffentliche Leben wird  in weiten Teilen lahmgelegt. Bundesregierung und die Länder haben sich auf Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten geeinigt. Praxen sind vom sogenannten „Shutdown“ allerdings explizit ausgenommen. In der entsprechenden Verfügung heißt es: „Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet".

 

13.03.2020 | Präsentation der Infoveranstaltung vom 12. März

Präsentation vom 12.03.2020 in der KV Bremen (pdf - 1 602 kB)

 

13.03.2020 | Ausnahmesituation: Schutzmasken sollten mehrfach genutzt werden

Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern, ab sofort die vom Robert-Koch-Institut vorgeschlagenen Maßnahmen zum Ressourcen-schonenden Einsatz von Schutzmasken anzuwenden. Dies gilt vornehmlich für Praxen, deren Vorrat kurzfristig aufgebraucht sein wird. Die Handlungsempfehlung beschreibt, wie bereits genutzte Masken wiederverwendet werden können.

RKI: Ressourcenschonender Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken (21.2.2020) - pdf

 

12.03.2020 | Corona-Ambulanz in Bremerhaven: Ärzte zur Unterstützung gesucht!

Auch Bremerhaven richtet nun eine Corona-Ambulanz ein. Um den Betrieb zu gewährleisten, wird noch medizinisches Personal, insbesondere Ärzte, gesucht.
Wer Kapazitäten hat und Dienste übernehmen will, wendet sich an Christoph Fox (0421.3404-328 oder c.fox@kvhb.de).

Da die Ambulanz im Aufbau begriffen ist, sind noch nicht alle Details abschließend geklärt. Bisher gilt:

  • Die KV Bremen garantiert eine Stundenpauschale von 100 Euro.
  • Folgende Öffnungszeiten sind geplant: werktags 9 bis 16 bzw. 17 Uhr, Wochenende 9 bis 12 bzw. 13 Uhr.
  • Die medizinischen Aufgaben umfassen Beratung, Untersuchung und ggf. die Entnahme von Abstrichen.
  • Schutzmittel, Ablaufpläne sowie alle erforderlichen Materialien werden selbstverständlich gestellt.

10.03.2020 | "Schnelltests" liefern kein zuverlässiges Ergebnis

Aktuell angebotene „Schnelltests“ zum Nachweis des neuartigen Coronavirus liefern kein zuverlässiges Ergebnis. Die Kosten werden deshalb auch nicht von den Krankenkassen übernommen.
Die „Schnelltests“, die derzeit auf dem Markt sind, suchen nicht nach Erregern, sondern nach Antikörpern. Antikörper sind bei Virusinfektionen meist frühestens eine Woche nach Erkrankungsbeginn nachweisbar, in der Regel sogar erst nach 14 Tagen.

 

09.03.2020 | Handlungsanleitung und Informationen zur Corona-Ambulanz (CorA)

Die Corona-Ambulanz (CorA) hat am 9. März die Arbeit aufgenommen. CorA ist die Anlaufstelle für Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Coronainfektion. CorA wird nur auf Überweisung tätig. Die KV Bremen hat in Abstimmung mit dem Hausärzteverband Bremen sowie mit den zuständigen Stellen folgendes Ablaufschema erarbeitet:

  • Patient nimmt telefonisch Kontakt mit der Praxis auf. Es findet eine Anamnese durch den Arzt bzw. durch die medizinische Fachkraft statt. Der Hausärzteverband hat eine Checkliste für Telefon-Befragungen erarbeitet, die als Orientierungshilfe dient: „Corona-Schnittstellen Checkliste“ für die Telefon-Beratung für Bremen (pdf - 361 kB)
  • Eine Indikation zur Vorstellung bei CorA besteht, wenn Symptome vorliegen und ein Aufenthalt in einem Krisengebiet (14 Tage vor Beginn der Krankheit) oder ein direkter Kontakt mit einem bestätigten Coronakranken (15 Minuten) vorliegt.
  • Die Praxis sendet per Fax einen Überweisungsschein an CorA (Fax: 0421.497-3358). Hinweis: Natürlich kann die Praxis die Abklärung auch in Eigenregie vornehmen. Die Ambulanz ist lediglich ein Unterstützungsangebot.
  • Der Patient stellt sich in der Ambulanz vor und verbleibt entweder in häuslicher Quarantäne oder wird stationär aufgenommen.
  • Der Patient und die Praxis (per Fax!) werden nach dem Vorliegen des Abstrichergebnisses informiert.

Ärztehotline CorA: 0421-49770676
Achtung: Diese Nummer ist ausdrücklich nur als Hotline für medizinisches Personal gedacht und darf nicht an Patienten ausgegeben werden!
CorA-Fax: 0421-4973358
Öffnungszeiten CorA: werktags 8 bis 16 Uhr, Wochenende 10 bis 14 Uhr
Lageplan Corona-Ambulanz (pdf - 348 kB)

 

09.03.2020 | Arzneimittel nur in üblichen Mengen verordnen

Viele Patienten möchten sich derzeit bevorraten und bitten die Vertragsärzte um mehrfache bzw. vorzeitige Verordnung von Medikamenten. Auf Kassenrezept (Muster 16) darf aber weiterhin grundsätzlich nur der notwenige Quartalsbedarf verordnet werden. Wunschverordnungen können nur auf einem Privatrezept erfolgen.

Apotheken und einzelne Krankenkassen bewerben unabhängig davon schon das sogenannte Wiederholungsrezept (§ 31 Abs. 1b SGB V). Damit könnten für ein Jahr wiederholt (bis viermal) Arzneimittel mit nur einem entsprechend gekennzeichneten Rezept abgegeben werden. Eine Verpflichtung zur Ausstellung gibt es aber nicht. Die Entscheidung liegt im ärztlichen Ermessen. Zudem fehlt es derzeit noch an konkreten Umsetzungsbestimmungen (Art d. Kennzeichnung etc.).

 

06.03.2020 | Corona-Ambulanz wird eröffnet: Ärzte zur Unterstützung gesucht!

Bremen richtet eine Corona-Ambulanz ein. Dies soll Anfang der 11. Kalenderwoche geschehen. Um den Betrieb zu gewährleisten, wird noch medizinisches Personal, insbesondere Ärzte, gesucht. Mit einem entsprechenden Gesuch ist Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard an die KV Bremen herangetreten.

Die Corona-Ambulanz wird auf dem Gelände des Krankenhauses Bremen-Mitte (Haus 99) eingerichtet. Auf diese Weise sollen Corona-Verdachtsfälle von „normalen“ Patienten und vom laufenden klinischen Betrieb separiert werden. Die Anlaufstelle soll sowohl den Öffentlichen Gesundheitsdienst als auch die Vertragsärzte und die Notaufnahmen entlasten, ohne die bestehenden Versorgungsverpflichtungen aufzugeben.

Die senatorische Behörde weist darauf hin, dass der Betrieb der Corona-Ambulanz ausschließlich mit Krankenhauspersonal über einen längeren Zeitraum nicht aufrechterhalten werden kann und bittet um Unterstützung. Die KV Bremen übernimmt die Ansprache der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

Interessierte Ärztinnen und Ärzte können sich telefonisch unter 0421.3404-328 (Herr Fox) an die KV Bremen wenden.

Da die Ambulanz unter Hochdruck eingerichtet wird, sind noch nicht alle Details abschließend geklärt. Bisher gilt:

  • Senatorische Behörde und KV Bremen garantieren eine Stundenpauschale von mindestens 100 Euro.
  • Folgende Öffnungszeiten sind geplant: werktags 8 bis 16 Uhr, Wochenende 10 bis 14 Uhr.
  • Die medizinischen Aufgaben umfassen Beratung, Untersuchung und ggf. die Entnahme von Abstrichen.
  • Schutzmittel sowie alle erforderlichen Materialien werden selbstverständlich gestellt.

Sofern weitere Details zu der Corona-Ambulanz bekannt werden, wird die KV Bremen ihre Mitglieder informieren. Dies gilt insbesondere für die Frage, welche Patienten niedergelassene Ärzte an die Anlaufstelle verweisen können und welche Patienten nach wie vor ambulant behandelt werden sollten.

 

06.03.2020 | RKI stuft Südtirol als Krisengebiet ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstagabend auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft. Daneben gelten auch die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete - ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.
 

06.03. 2020 | AU-Bescheinigung auch telefonisch möglich

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können auch auf telefonische Bitte ausgestellt werden, wenn Ärzte die Patienten „nicht gesehen“ haben. Diese Auffassung vertritt die KV Bremen angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Arzt nicht über ausreichend Schutzkleidung verfügt, den Patienten kennt und zudem im Rahmen des Telefonats zu der Einschätzung gelangt ist, dass der Patient tatsächlich krank ist.

06.03.2020 | RKI hat Ablaufschema aktualisiert

Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung können ambulant versorgt werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen entsprechend angepasst. Bislang sollten Patienten mit einem positiven Laborbefund stationär behandelt werden. Das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“ dient als Orientierungshilfe. Es erläutert, wie Ärzte im Verdachtsfall vorgehen sollen – vom Erstkontakt über die Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien und die ambulante Diagnostik bis zur Betreuung eines erkrankten Patienten.

Zudem hat das RKI seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten angepasst, auf die im Flussschema verwiesen wird (s. Infobox). Danach richtet sich das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, wird eine FFP2-Maske empfohlen. 

 

06.03.2020 | Apotheker dürfen Desinfektionsmittel herstellen

Ab sofort dürfen die Apotheken in Deutschland bestimmte Desinfektionsmittel für die Hände herstellen. Damit wird auf den Lieferengpass infolge der Ausbreitung des Coronavirus reagiert. Dies hat die Bundesstelle für Chemikalien entschieden und eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen.

05.03.2020 | Aushang für Corona-Verdachtspatienten: „Bitte betreten Sie nicht die Praxis“

Die KV Bremen stellt einen Praxisaushang zum Download bereit. Der Aushang richtet sich an Patienten, die glauben, am Coronavirus erkrankt zu sein, und fordert sie auf, die Praxis nicht zu betreten und stattdessen telefonisch Kontakt aufzunehmen. Der Aushang ist im Word-Format abrufbar, sodass Praxen das Dokument gegebenenfalls anpassen können. Der Download ist verfügbar in den Formaten Din A 4 und Din A3.

04.03.2020 | Vorgaben zur Videosprechstunde gelockert

Angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus lockert die KV Bremen zunächst für den Monat März die Vorgaben zur Videosprechstunde. Auf diese Weise soll es Praxen erleichtert werden, Patientenkontakte online abzuwickeln.

Aufgrund von Nachfragen unserer Ärzte zu Besuchen und Visiten, insbesondere in Pflegeheimen und die Möglichkeit dies aus infektionsprophylaktischer Sicht auf das Notwendigste zu reduzieren, vereinfacht die KV Bremen das Verfahren zur Videosprechstunde.

Normalerweise müssen Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber der KV Bremen formlos erklären, dass sie für die Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde einen zertifizierten Videodienstanbieter (gem. Anlage 31b zum BMV-Ä) nutzen. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verzichtet die KV Bremen auf eine solche Erklärung im März. Einige PVS stellen ihren Kunden die Software derzeit kostenlos zur Verfügung.

Die KV Bremen hat zudem beschlossen, dass vorübergehend im 1. Quartal auch nicht zertifizierte Videotelefonie-Software genutzt und über den EBM abgerechnet werden kann.

Was kann abgerechnet werden:

  • der Telefonische Kontakt ist mit der Versicherten- und Grundpauschale (VP/ GP) abgegolten bzw. bei nicht vorhandenem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Arztfall über die GOP 01435 berechnungsfähig
  • die Videosprechstunde ist ebenfalls mit der VP und GP abgegolten. Wenn nur ein Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen der Videosprechstunde und kein persönlicher Kontakt stattgefunden hat, muss die GOP 88220 angesetzt werden und es erfolgt ein Abschlag auf die VP/GP. Die Anzahl dieser Fälle ist auf 20 Prozent aller Behandlungsfälle je Vertragsarzt (nicht je Betriebsstätte) begrenzt.
  • für die Videofallkonferenz zwischen der Pflegekraft eines chronisch pflegebedürftigen Patienten und des Arztes kann die GOP 01442 abgerechnet werden. Die GOP 01442 ist maximal dreimal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Außerdem muss ein Pflegeheimvertrag gem. Anlage 31b BMV-Ä zwischen Pflegeheim und Arzt vorliegen.

Beachten Sie bitte die ausführlichen Abrechnungsregeln im EBM und LRS Oktober 2019, S. 26-27 unter https://www.kvhb.de/landesrundschreiben-oktober-2019.

 

04.03.2020 | Rachenabstrich mit trockenem Stäbchen

Der Bewertungsausschuss hat zum 28. Februar EBM-Anpassungen zur GOP 32816 für den Nukleinsäurenachweis des Coronavirus vorgenommen. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie auch bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die Labore können die GOP 32816 nach der Aktualisierung einmal am Behandlungstag abrechnen (bisher: je Material, maximal 2 mal am Behandlungstag). Den Labortest dürfen nur Fachärzte und -ärztinnen für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchführen. Für die Abrechnung wurde die GOP 32816 in den EBM aufgenommen. Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten. Ärzte veranlassen den Labortest auf SARS-CoV-2 wie gewohnt mit einer Laborüberweisung (Muster 10) bei ihrem Labor. Dieses leitet die Probe ggfs. weiter an ein Labor für virologische Spezialdiagnostik.

 

03.03.2020 | Bremen will Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle einrichten

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) hat angekündigt, in Bremen eine zentrale Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle einzurichten. Ort und weitere Details sind aktuell (Stand 3. März) unbekannt. Die KV Bremen wird umgehend informieren, sobald die Einzelheiten bekannt werden.

 

03.03.2020 | RKI arbeitet an Handlungsanleitung für Schutzbekleidung

Die KBV befindet sich zum Thema Schutzausrüstung in enger Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI). Das RKI bereitet derzeit Empfehlungen für niedergelassene Ärzte zum ressourcenschonenden Umgang mit Schutzausrüstung und erforderlichen Schutzmaßnahmen vor. Über die Details werden wir baldmöglichst informieren.

 

03.03.2020 | Vorschlag zur Erhöhung der Karenztage

Um Infektionsketten zu vermeiden, will die KBV erreichen, dass möglichst viele Menschen mit leichten Beschwerden zu Hause bleiben. Die KBV hat deshalb die Arbeitgeberverbände, Tarifpartner und Unternehmen aufgerufen, Mitarbeitern mit leichten Atemwegsinfekten vorübergehend die Möglichkeit einzuräumen, vier bis sechs Tage auch ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu Hause bleiben zu dürfen. Damit sollen auch die Praxen entlastet werden.

 

03.03.2020 | Entschädigung für Praxisschließung

Ärzte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird.
Praxisinformation der KBV zur Entschädigung für Praxisschließung (pdf - 387 kB)

 

02.03.2020 | Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bremen und Bremerhaven appellieren: Zuhause bleiben und die Praxis anrufen!

Kaum noch Schutzkleidung lieferbar: KV Bremen fordert Unterstützung aus staatlichen Beständen an

PM: Coronavirus - Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bremen und Bremerhaven appellieren: Zuhause bleiben und die Praxis anrufen! (pdf - 64 kB)

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