Förderprogramm zeigt Wirkung: Drei neue Hausärztinnen für Bremerhaven

20.10.2016 |

Sehr gute Nachrichten für Bremerhaven: Drei neue Hausärztinnen lassen sich in der Stadt nieder. Damit zeigt das im Juni verabschiedete Förderpaket bereits nach wenigen Monaten Wirkung. Der Versorgungsgrad steigt erstmals seit vielen Jahren über die magische Grenze von 100 Prozent.

„Das ist eine Verbesserung der hausärztlichen Versorgung in Bremerhaven, die spürbar und nachhaltig ist und vor allem auch schneller von statten geht, als erhofft“, lautet das Fazit der KV-Vorstände Dr. Jörg Hermann und Günter Scherer. Im Juni hatte die Vertreterversammlung ein neues Förderpaket aufgelegt, das insbesondere die hausärztliche Versorgung in Bremerhaven im Blick hatte. Nun gibt es schon Ergebnisse. Drei neue Hausärztinnen haben einen Förderantrag gestellt und lassen sich nun in der Stadt nieder bzw. haben es bereits getan. Die drei neuen Allgemeinmedizinerinnen sind:
 
  • Dr. Swantje Blümel, zum 1. Januar 2017 in Praxisgemeinschaft mit Frau Suschko-Kück, Schiffdorfer Chaussee 98
  • Svetlana Michirev, zum 1. Juli 2017 in neuer Praxis, Hafenstr. 188
  • Dr. Corinna Becker, seit 1. Juli 2016 als Nachfolgerin von Frau Dr. Bock-Tessarczik, Hafenstr. 90
Das Startup-Programm der KV Bremen sieht einen Investitionskostenzuschuss von bis zu 60.000 Euro vor. Der Betrag ist an eine Reihe von Bedingungen geknüpft. Die Bewerber müssen unter anderem ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorlegen und sich verpflichten, wenigstens fünf Jahre in Bremerhaven zu praktizieren. Der Investitionszuschuss wird aus dem so genannten Strukturfonds bezahlt, der jeweils hälftig von der KV Bremen und den regionalen Krankenkassen gespeist wird. Daneben setzt die KV Bremen weitere Anreize durch eine Umsatzgarantie bzw. einen Bonus auf das Arzteinkommen für höchstens 24 Monate.
 
Derzeit praktizieren 65 Hausärzte in Bremerhaven, was einem Versorgungsgrad von 99 Prozent entspricht. Die neuen Hausärztinnen eingerechnet steigt die Quote auf 102 Prozent. Bei 100 Prozent geht der Gesetzgeber von einer gewünschten Normalversorgung aus, bei einer Quote von 110 Prozent gilt ein Planungsbereich als überversorgt. Zwei weitere Kandidaten, die sich in Bremerhaven niederlassen wollen, stehen in den Startlöchern, ihre Anträge werden voraussichtlich bis Jahresende beschieden.
Zulassung
Förderung
Niederlassung
Niederlassungsförderung
Hausarztversorgung