Deutschlandweit haben Praxen für die kommenden Woche 4,65 Millionen Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer bestellt – das bereits unter der Maßgabe, das nur maximal 48 Dosen pro Arzt bereitgestellt werden könnten. Lediglich die Hälfte dieser Bestellungen können nun durch den Bund bedient werden! Viele Praxen in Bremerhaven klagen darüber, dass sie nur zwölf oder 18 Dosen für die kommende Woche erhalten. „Das ist eine Tragödie für alle diejenigen, die sich mit voller Kraft für die Impfkampagne einsetzen und die Menschen, deren Erwartungen enttäuscht werden. Nach fast zwei Jahren hat das Bundesgesundheitsministerium es immer noch nicht geschafft, eine vorausschauende Steuerung der Corona-Prävention zu etablieren. Für die ständigen Probleme und Widersprüchlichkeiten bei den Impfaktionen fehlt uns jedes Verständnis“, so die KV-Vorstände.
Die KV Bremen fordert deshalb das Bundesgesundheitsministerium (BMG) dazu auf, dafür zu sorgen, dass alle Bestellungen ohne Rationierung bedient werden. Dazu Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Die Menschen, die in den Praxen tätig sind, haben die leeren Worte der Politiker satt und erwarten stattdessen Taten. Der Kampf gegen die Pandemie wird nicht vor der TV-Kamera gewonnen, sondern in den Praxen und Impfstellen.“
In Anbetracht der durch die Praxen unverschuldeten Situation bittet die KV Bremen die Menschen um Verständnis und Geduld. „Haben Sie bitte Rücksicht mit ihren Ärzten und dem Praxispersonal. Falls ein Termin verschoben werden muss, wenden Sie sich mit Ihrem Ärger nicht gegen die Sprechstundenhilfe, sondern adressieren Sie ihn an die Abgeordneten in den Landtagen, im Bundestag oder am besten direkt an das für die Impfstoffverteilung in Deutschland verantwortliche Bundesgesundheitsministerium.“
Auch für die Woche vom 6. bis 12. Dezember können Arztpraxen nur eine begrenzte Menge von Biontech/Pfizer-Impfstoffdosen anfordern. Der Bund wird insgesamt nur etwa 2,9 Millionen Dosen für alle impfenden Stellen bereitstellen, wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bekannt gab. Wie viele Dosen hiervon an die Arztpraxen gehen, konnte das BMG nicht mitteilen.