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Honorar 2024 steht fest: Vergütung steigt um zirka 22 Mio. Euro im Land Bremen

Die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen für das Jahr 2024 sind abgeschlossen. Die Gesamtvergütung in Bremen steigt um knapp 22 Mio. Euro. Der regionale Orientierungspunktwert erhöht sich um 3,85 Prozent auf 11,9339 Cent.

Auszug aus dem Honorarpaket für 2024

  • MGV-Orientierungspunktwert steigt auf 11,9339 Cent (+3,85%)
    • MGV-Leistungen steigen um ca. 11,2 Mio. Euro 
    • EGV-Leistungen steigen um ca. 9,2 Mio. Euro
    • Schutzimpfungen steigen um ca. 111.000 Euro
  • Zusätzliche Förderungen in besonderen Einzelfällen ca. 1,5 Mio. Euro
    • Hausarztförderung in Stadtteilen
    • KiM (Kinderärzte im Medicum)

Nachdem der Honorarvertrag 2023 vor dem Schiedsamt geeint wurde, hat sich die KV Bremen mit den Verbänden der Krankenkassen für das Jahr 2024 wieder im Rahmen der Honorarverhandlungen auf ein Gesamtpaket verständigt: 

Alle im Honorarvertrag 2023 geförderten Leistungsbereiche bleiben bestehen – einzige Aufnahme: Keine Fortführung der bestehenden Regelung zu dem Themenkomplex Friedehorst. Die Vergütung für die Schutzimpfungen werden ebenfalls um die OPW-Steigerung (Orientierungspunktwert-Steigerung) erhöht. Weiterer Bestandteil des Gesamtpakets ist der Ausbau der ambulanten Versorgung im KiM (Kinder- und Jugendfachärzte im Medicum-Bremen). Und auch Stadtteile, die einen Versorgungsgrad von weniger als 85% aufweisen werden gesondert gefördert.

Die beiden KV-Vorstände sehen das Ergebnis gespalten. Auf der einen Seite steht die Enttäuschung darüber, dass die OPW-Steigerung im 15. Jahr zufolge deutlich unterhalb der Inflationsrate angepasst wurde. „Wir machen uns große Sorgen, dass wir die hohe Versorgungsqualität und die bestehenden Kapazitäten in den ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen mit dem aktuellen Finanzierungssystem nicht mehr aufrecht halten können“ sagen Dr. Bernard Rochell und Peter Kurt Josenhans und verweisen auf Bremer Erklärung. „Auf der anderen Seite sind wir sehr froh über die Bereitschaft der Bremer Kassen(verbände) an den bestehenden regionalen Förderungen festzuhalten und diese auch in Zukunft fortzuführen.“ betonen die beiden KV-Vorstände weiter.

 

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