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Honorar 2025 steht fest: Vergütung steigt um ca. 23 Mio. Euro im Land Bremen

Die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen für das Jahr 2025 sind abgeschlossen. Trotz angespannter Kassenlage steigt die Gesamtvergütung in Bremen um ca. 23 Mio. Euro. Der regionale Orientierungspunktwert erhöht sich um 3,85 Prozent auf 12,3934 Cent.

Auszug aus dem Honorarpaket für 2025:

  • MGV-Orientierungspunktwert steigt auf 12,3934 Cent (+3,85%)
    • MGV-Leistungen steigen um knapp 12 Mio. Euro 
    • EGV-Leistungen steigen um ca. 10 Mio. Euro
    • Schutzimpfungen steigen um ca. 100.000 Euro 
  • Zusätzliche Förderungen in besonderen Einzelfällen 
    • Hausarztförderung in Stadtteilen mit bis zu 250.000 Euro
    • Förderung eines regionalen Versorgungskonzeptes

In Zeiten einer angespannten Finanzlage in der GKV hat sich die KV Bremen mit den Verbänden der Krankenkassen für das Jahr 2025 im Rahmen der Honorarverhandlungen auf ein sehr gutes Gesamtpaket verständigt. Alle im Honorarvertrag 2024 geförderten Leistungsbereiche bleiben bestehen – bis auf zwei Ausnahmen:

  1. Der Zuschlag GOP 99131 „Förderung ambulanter Chemotherapien“, der zuletzt nur von einer Praxis abgerechnet wurde, entfällt. 
  2. Die bisherigen Pauschalen der Kardiologie zu Herzkatheterdiagnostik und PTCAs (99030 und 99031) werden durch die bundesweit gültigen EBM-Ziffern (u.a. GOP 34291, 34292, 01520ff. etc.) ersetzt. Die regionale Förderung der GOP 01520 wurde jedoch als extrabudgetäre Leistung vereinbart und damit bleibt die ungedeckelte Vergütung dieser Eingriffe in Bremen weiterhin bestehen.

 

Die Hausarztförderung von Stadtteilen, die einen Versorgungsgrad von weniger als 85% aufweisen, bleibt auch 2025 erhalten (hausärztliche TSS-Vermittlungsfälle, GOP 99007). Die Stadtteile in Bremen und Bremerhaven, die im Jahr 2025 einen Teil der Gesamtfördersumme bis zu 250.000 Euro abrufen können, werden noch mitgeteilt. 

Die KVHB und die Landesverbände der Krankenkassen haben sich ebenfalls darauf geeinigt, die Impfvergütung anzupassen und stark zu erhöhen, dieses Mal gleich für die Jahre 2025 und 2026. Sämtliche Einfach- und Zweifachimpfungen werden von 8,40 Euro auf 10,00 Euro pauschal erhöht. Die Grippe-/Influenza-Impfung verbleibt bei 10,00 Euro. Die Corona-Schutzimpfung wird im Gesamtpaket von 15,00 Euro auf 10,00 Euro abgesenkt. Die Mehrfachimpfungen werden von 12,43 Euro auf 13,00 Euro erhöht. Die weiteren Impfungen (13,69 Euro und 23,56 Euro) verbleiben in der Höhe gleich. Mit dem neuen insgesamt höheren Preisniveau möchten die KVHB eine Grundlage für zukünftig neu aufzunehmende Impfungen schaffen. 

Die Krankenkassen haben im Jahr 2025 ebenfalls die Beteiligung an den Kosten für die Strukturen des Notdienstes von 900.000 auf 1.158.000 Euro erhöht.

Eine zusätzliche neue Förderung für ein regionales Projekt wurde ebenfalls vereinbart, hierzu werden die Kassenärztliche Vereinigung Bremen und die Krankenkassen ebenfalls noch separat informieren.

Die beiden KV-Vorstände bewerten die Rahmenbedingungen für die Ärzte und Ärztinnen weiterhin als kritisch, das Ergebnis für Bremen dennoch als positiv: „Mittlerweile muss jedem bewusst geworden sein, dass der Ärztemangel eine enorme Bedrohung für unsere Gesundheitsversorgung darstellt“ sagen Dr. Bernard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Die Folgen der miserablen GKV-Finanzen darf jedoch nicht die ambulante ärztliche Versorgung ausbaden müssen. Um den Nachwuchs für die ambulante Versorgung gewinnen zu können, sind endlich ein auskömmliches Honorar und zielgerichtete Versorgungsprojekte erforderlich. Und auch die ‚letzten Aufrechten‘ im vertragsärztlichen und vertragspsychotherapeutischen Bereich müssen weiterhin eine adäquate Patientenversorgung gewährleisten können. Vor diesem Hintergrund ist das Bremer Honorarergebnis 2025 ein guter Schritt in die richtige Richtung“ stellen die beiden KV-Vorstände fest.

 

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