Icon für Meldungen, Rubrik "Politik und Gremien"

KV Bremen erhöht Famulaturförderung deutlich

Die KV Bremen erhöht für Studierende, die in Bremen oder Bremerhaven im ambulanten Bereich eine Famulatur ableisten, die monatliche Förderung von 160 auf 500 Euro. Dies hat die Vertreterversammlung der KV Bremen auf ihrer Sitzung am 10. Dezember einstimmig beschlossen.

Mit der Erhöhung reagiert die KV Bremen auf Wettbewerbsnachteile. Da es in Bremen keine eigene medizinische Fakultät der Universität gibt, sei es notwendig, die Studierenden frühzeitig, auch mit finanziellen Anreizen, mit dem vertragsärztlichen System in Bremen vertraut zu machen, heißt es in der Begründung zum Antrag. Ziel sei es, bei den Studierenden positive Assoziationen zu wecken, um die Motivation zu stärken, sich nach dem Studium in Bremen niederzulassen. Die Erhöhung der Famulaturförderung diene dazu, die KV Bremen im Vergleich mit anderen Bundesländern und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen konkurrenzfähig zu machen.

Im Jahr 2024 wurden bis Ende Oktober insgesamt 53 Anträge auf Ausbildungsbeihilfe gestellt. Die Famulatur ist ein durch die Approbationsordnung vorgeschriebenes viermonatiges Praktikum.

„Nachdem es anderswo schon selbstverständlich ist, für die ärztliche und psychotherapeutische Nachwuchsförderung zusätzlich auch öffentliche Mittel von Ländern und Kommunen bereit zu stellen, muss sich auch die Politik im Land Bremen dringendst Gedanken darüber machen, wie Bremen und Bremerhaven im Wettbewerb der Regionen für junge Ärzte und Psychotherapeuten für ihre berufliche Zukunft attraktiv gehalten werden können“, so die Vorstände der KV Bremen Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans.

#Politik / Gremien,  #Niederlassung