„Anders als bei Erwachsenen über 30 Jahren kann bei Kindern ab 12 Jahren und Jugendlichen ausschließlich der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer innerhalb der Zulassung und STIKO-Empfehlung verwendet werden. Eine Lieferung von SpikeVax von Moderna an pädiatrische Praxen ist damit sinnlos“, erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Sollte die STIKO, die eine Stellungnahme im Dezember angekündigt hat, die Impfung aller 5- bis 12jährigen gegen SARS-CoV2 empfehlen, wird dies die pädiatrischen Praxen vor enorme Herausforderungen stellen. Daher müssen Kinder- und Jugendarztpraxen im Rahmen ihrer Impfstoffbestellungen jetzt möglichst ohne Limitationen mit Comirnaty von BioNTech beliefert werden.“
Auch Hausarztpraxen und impfende Facharztpraxen sollten vorrangig mit Comirnaty beliefert werden, betont die Kassenärztliche Vereinigung Bremen. Zwar stehe mit SpikeVax von Moderna für über 30jährige ein mindestens gleichwertiger Impfstoff zur Verfügung. „Allerdings müssen die Praxen außer den Impfungen ja auch die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten leisten. Da bleibt für Diskussionen über verschiedene Impfstoffe kaum Zeit“, sagen die KV Bremen-Vorstände Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Die Impfzentren und mobilen Impfteams benötigen Comirnaty nur für unter 30jährige Patienten. Sie können fast ausschließlich mit SpikeVax beliefert werden.“
Die KV Bremen hat heute zahlreiche Mitteilungen von ihren Mitgliedern erreicht, dass die vom Bundesminister für Gesundheit zuletzt angekündigten Liefermengen für den BioNTech/Pfizer-Impfstoff nicht eingehalten wurden und die Kürzungen durch den Großhandel auf 14 bis 18 Dosen erfolgt sind. Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans kommentieren: „Die in den letzten Monaten aus der Politik kritisch eingeforderte Beteiligung der Haus- und Fachärzte an der Impfkampagne, welche mit großer Anstrengung in den Praxen trotz der aktuellen Erkrankungssituation erfolgreich hochgefahren werden konnte, muss nun umgehend sichergestellt werden. Es müsste allen Beteiligten, auch im Bundesgesundheitsministerium, doch bewusst sein, dass das Engagement der Niedergelassenen durch die erzeugte Situation und die ausbleibende Kommunikation konterkariert wird.“