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Pressemitteilung: Replik auf BKK-Chef - Keine Entbudgetierung kommt Patienten teuer zu stehen

Die Entbudgetierung komme den Versicherten teuer zu stehen, postuliert der Vorstandsvorsitzender des BKK-Dachverbandes Franz Knieps. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen hält dagegen: Keine Entbudgetierung kommt den Patienten teuer zu stehen!

Neben dem BKK-Dachverband hatten sich auch weitere Krankenkassenverbände kritisch zu dem vom Kabinett verabschiedeten Entwurf für ein Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) geäußert und insbesondere die Entbudgetierung für den hausärztlichen Versorgungsbereich ins Visier genommen. Dazu erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans: „Wir sind bestürzt darüber, dass die Krankenkassen die Zeichen der Zeit nicht erkennen. Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels ist es geradezu eine gesellschaftliche Pflicht dafür zu sorgen, dass die Attraktivität des Arzt- und Psychotherapeutenberufes gestärkt wird und deren Leistungen endlich vollständig bezahlt werden! Die Entbudgetierung ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein dazu.“

Mit Kopfschütten reagieren die Bremer Vorstände auf die Aussage des BKK-Vorstandsvorsitzenden, wonach das Geld für die Entbudgetierung an anderer Stelle besser eingesetzt wäre. „Ja, wo denn? Die hausärztlichen Praxen sind das Rückgrat der medizinischen Grundversorgung. Wer hier spart, erreicht nur, dass dadurch unversorgt gebliebene Patienten als Notfälle im Krankenhaus erscheinen, wo die Behandlung umso teurer ist! Ärzte und Ärztinnen leisten den weit überwiegenden Teil der somatischen Versorgung in Deutschland und sollen kaputtgespart werden, weil die Krankenkassen andere Ideen haben?“

Neben der Entbudgetierung des hausärztlichen Versorgungsbereiches appelliert die KV Bremen an den Gesetzgeber, auch die fachärztliche Versorgung in den Blick zu nehmen. Wirklichkeitsfremde Vorstellungen wie die von der Regierungskommission vorgeschlagene Umwandlung klassischer Krankenhäuser in ambulant-stationäre Level Ii-Krankenhäuser gehen nach Auffassung der KV Bremen fehl. Mit Äußerungen über die angebliche doppelte Facharztschiene wärmt die Kommission eine längst widerlegte Debatte der Vergangenheit auf und stellt leichtfertig die ambulante fachärztliche Versorgung in Deutschland in Frage.

 

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