Screening auf Hepatitis B und Hepatitis C ab dem 35. Lebensjahr

18.01.2021 |

Versicherte ab dem vollendeten 35. Lebensjahr haben zukünftig Anspruch auf ein einmaliges Screening auf Hepatitis B- und Hepatitis C-Virusinfektion. Es soll grundsätzlich im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsuntersuchung (GU) durchgeführt werden. Versicherte, die innerhalb der vergangenen drei Jahre bereits eine allgemeine GU in Anspruch genommen haben, können davon unabhängig ein Screening auf Hepatitis B und Hepatitis C erhalten. Der Beschluss regelt unter anderem den Anspruch der Versicherten und sieht hierbei eine Übergangsregelung vor.

Das Screening auf Hepatitis B wird mittels Untersuchung aus dem Blut auf HBs-AG, das Screening auf Hepatitis C mittels Bestimmung auf HCV-Antikörper durchgeführt. Bei einem positiven Ergebnis soll anschließend eine HBV-DNA- beziehungsweise HCV-RNA-Bestimmung aus derselben Blutentnahme erfolgen.

Die Laboruntersuchungen dürfen nur Ärztinnen und Ärzten durchführen, die eine Genehmigung gemäß der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Absatz 2 SGB V zur Erbringung von speziellen Untersuchungen der Laboratoriumsmedizin besitzen. Der Beschluss  wird zunächst vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft. Das Ministerium hat hierfür zwei Monate Zeit.