Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Bremen und Bremerhaven setzen sich für grundlegende Veränderungen im Gesundheitswesen ein. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution mit dem Titel „Mut zu Reformen“ schlägt die Vertreterversammlung der KV Bremen ein verbindliches Primärarztmodell vor und appelliert an die Politik, gemeinsam die notwendigen Strukturreformen anzugehen.
Die Vertreterversammlung hat auf ihrer Sitzung am 16. Dezember den Haushaltsplan 2026 für die KV Bremen bestätigt und damit auch die Höhe der Verwaltungskostenumlage festgesetzt: Sie bleibt unverändert bei 2,40 Prozent.
Die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Suchterkrankungen wurden erweitert. Nicht nur Patienten, die von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen abhängig sind, können eine ambulante Psychotherapie zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten.
Auch digitale Gesundheitsanwendungen (DIGA) sollen zukünfig mit dem eRezept verordnet werden. Die Umstellung von Papier- auf eRezept wird noch einmal von Januar auf Ende März 2026 verschoben. Außerdem gibt es einen aktuellen Hinweis der Kassen zur Verordnung.
Die sozialpsychiatrische Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird ab dem kommenden Jahr erneut höher vergütet. Die Kostenpauschale 88895 steigt analog zum Orientierungswert zum 1. Januar 2026 um 2,8 Prozent.