Informationen zur Terminservicestelle für Ärzte

Die Terminservicestelle (TSS) der KV Bremen kommt ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach und unterstützt Patienten bei der Suche nach einem Termin bei einem Vertragsarzt oder Psychotherapeuten.

Nach Kontaktaufnahme durch den Patienten hat die TSS eine Woche Zeit für die Terminvereinbarung bei einem Mitglied der KV Bremen. Der gebuchte Termin darf im Falle der psychotherapeutischen Akutbehandlung maximal zwei Wochen und bei allen anderen Terminen maximal vier Wochen in der Zukunft liegen. Diese und weitere Informationen zum notwendigen Vorhandensein eines Vermittlungscodes sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

Vermittlung zu

Überweisung/Code

Wartezeit 

Hausärzten
Kinder- und Jugendärzten
(inklusive U-Untersuchungen)

nein

4 Wochen

Fachärzten

ja
(Ausnahme: Augenärzte und Gynäkologen)

4 Wochen

Psychotherapeuten

nein: für Psychotherapeutische Sprechstunde
ja: für Akutbehandlung (PTV 11)
ja: für Probatorik (PTV 11)

4 Wochen
2 Wochen
4 Wochen

 

Bereitstellung von Terminen

Mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sind die Mitglieder der KV Bremen verpflichtet, der Terminservicestelle freie Termine zu melden.

Die KV Bremen hat einen Richtwert für die Anzahl der gemeldeten Termine festgelegt: Vertragsärzte müssen pro Vollzeitäquivalenz vier Termine pro Woche bereitstellen. Die bisherigen Regelungen für die Psychotherapeuten bleiben davon unberührt.

Melden Sie uns Ihre Termine bitte elektronisch über das Online-Portal des eTerminservice. Hierfür ist ein KV Connect-Konto erforderlich. Praxen, die noch nicht über KV Connect verfügen, können dies mit diesem Formular per Fax beantragen.

Folgende Dokumente und Links geben einen Überblick inklusive Kurzanleitung zum eTerminservice:

Die Online-Plattform eTerminservice können Sie unter folgenden Adressen erreichen:

Im Fall, dass die Terminservicestelle innerhalb der gesetzlichen Frist keinen entsprechenden Termin vermitteln kann, besteht seitens des Patienten ein Anspruch auf einen Termin im Krankenhaus, sofern das Krankenhaus Termine gemeldet hat. Dies würde unter Bereinigung der MGV erfolgen. Daher sind die Terminservicestelle der KVHB und die Gemeinschaft der Ärzte- und Psychotherapeutenschaft auf jede freie Terminmeldung angewiesen. Nur gemeinsam können wir den gesetzlichen Auftrag erfüllen.

 

Benachrichtigung bei gebuchten Terminen

Damit Sie über gebuchte Termine, die Sie der Terminservicestelle zur Verfügung gestellt haben, informiert werden, müssen Sie im Online-Portal des eTerminservices eine E-Mail Adresse oder Faxnummer hinterlegen und freischalten. Wir empfehlen Ihnen dazu die Hinterlegung einer E-Mail Adresse. Eine entsprechende Anleitung zur Einrichtung der Benachrichtigungsfunktion finden Sie hier: www.kvhb.de/tss-terminbenachrichtigung

Wichtig ist, dass Sie alle dort aufgeführten Schritte befolgen, um zukünftig über den ausgewählten Benachrichtigungskanal informiert zu werden. Die Benachrichtigungen werden derzeit zwischen 23:00 und 24:00 Uhr versendet, dementsprechend muss im Falle einer Faxnummer gewährleistet sein, dass das Faxgerät zu diesem Zeitpunkt auch eingeschaltet ist.

 

No-Shows

Für den Fall, dass Patienten zu einem in Ihrer Praxis gebuchten Termin nicht erscheinen – sogenannte No-Shows – , melden Sie dies bitte an die Terminservicestelle zurück. Folgende Möglichkeiten bestehen dazu:

Ein Feedback über nicht wahrgenommene Termine ist derzeit noch nicht über das Online-Portal eTerminservice möglich. Es ist zu erwarten, dass langfristig betrachtet die Software um eine Rückmeldefunktion erweitert wird. Dies ermöglicht dann eine gezielte Evaluation. Deren Ergebnisse könnten dann zum Beispiel dem Gesetzgeber vorgelegt werden.

Derzeit besteht für die Terminservicestelle keine Rechtsgrundlage No-Show-Patienten in die Verantwortung zu nehmen.

 

„Dringende“ Überweisungen ausstellen

Sie entscheiden eigenständig, ob eine Überweisung dringend ist. Dringend bedeutet hier, dass eine Behandlung durch einen Facharzt innerhalb der nächsten vier Wochen erforderlich ist. Der Überweisende macht auf der Überweisung durch das Aufbringen eines Vermittlungscodes deutlich, ob es sich um eine dringliche Überweisung handelt. Die Überweisungscode-Etiketten können Sie bei uns per E-Mail oder Telefon anfordern.

 

PTV-11 Formular kennzeichnen

Psychotherapeuten kennzeichnen ein PTV-11 Formular ebenfalls mit einem Vermittlungscode, damit Patienten, die eine Akutbehandlung oder eine probatorische Sitzung benötigen, die Sie nicht selbst anbieten können, sodass Patienten die Terminservicestelle in Anspruch nehmen können.

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