Psychosomatische Grundversorgung: „F“ oder andere passende Diagnose angeben

24.08.2018 |

Zur Abrechnung der psychosomatischen Grundversorgung nach den GOP 35100 und 35110 ist die Angabe einer Diagnose verpflichtend (obligater Leistungsinhalt). Die Entscheidung, welcher ICD-10-Kode angegeben wird, obliegt dem behandelnden Vertragsarzt bzw. Vertragspsychotherapeuten. Die Liste der Indikationen, die die KV Bremen in der Ausgabe Juli 2018 des Landesrundschreibens veröffentlicht hat, ist daher nicht abschließend.

In Bezug auf die GOP 35100 und 35110 muss es sich nicht zwangsläufig um eine „F“-Diagnose handeln. Relevant ist vielmehr, dass die Diagnose einen Bezug zu den erbrachten ärztlichen Leistungen hat. Möglich sind zum Beispiel
auch Kodes aus diesen Bereichen:

  • Kapitel XVIII. Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die andernorts nicht klassifiziert sind (R00 – R99)
  • Kapitel XXI. Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesen führen (Z00 – Z99)“
  • oder auch Kodes, die Symptome von „körperlichen Beschwerden“ beschreiben.

Die KV Bremen weist darauf hin, dass neben der Angabe einer Behandlungsdiagnose und korrekten Dokumentation der behandelnde Arzt oder Psychotherapeut auch die Zeitvorgabe aus dem EBM (15 Minuten) beachten sollte. Wird diese Mindestdauer nicht erreicht bzw. nur durch die parallele Erbringung anderer Leistungen erzielt, dürfen die GOP 35100 und 35110 nicht abgerechnet werden.