AOP
Der AOP-Vertrag und seine Anlagen wurden an die Version des Operationen- und Prozedurenschlüssels für 2026 und den aktuellen EBM angepasst. Die Anpassungen betreffen unter anderem die mit einem „*“ gekennzeichneten EBM-Positionen, Kontextfaktoren, Frakturzuschläge und Schwergradsystematik.
AOP-Vertrag wurde zum 1. Januar 2026 angepasst
Katarakt-OPs
Die Katarakt-OPs werden seit dem 1. Januar 2026 auf ein bundesdurchschnittliches Niveau angepasst. Die regionale Förderpauschale für die Katarakt-Operationen (GOP 93110/ GOP 93310) ist seit Jahreswechsel nicht mehr abrechenbar.
Vergütung von Katarakt-OPs werden auf bundesdurchschnittliches Niveau angepasst
Ersatzverfahren
Zum 1. Januar 2026 wurden die Möglichkeiten für das Ersatzverfahren erweitert. Dieses ist seit dem neuen Jahr auch bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren möglich. Zum Jahresbeginn wurde die Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte
(eGK) angepasst.
Ersatzverfahren ist ab Januar auch bei Kindern und Jugendlichen ohne eGK möglich
Dialyse
Die Dialysekostenpauschalen im EBM-Abschnitt 40.14 werden künftig jährlich analog zum Orientierungswert angepasst, allerdings nicht bei allen Pauschalen in voller Höhe. Erstmals ist die Erhöhung nach dem neuen Verfahren zum 1. Januar 2026 erfolgt.
Neue Bewertung: Dialysekostenpauschalen werden ab Januar 2026 erhöht
Fehlgeburt
Die ärztliche Bescheinigung einer Fehlgeburt für die Gewährung von Mutterschaftsgeld erfolgt ab sofort auf dem geänderten Formular 9 „Bescheinigung einer Fehlgeburt, Frühgeburt oder Behinderung des Kindes“. Dieses löst das bisherige Formular ab.
DiGA
Ärztliche Tätigkeiten bei digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorläufig in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen hat, werden seit dem 1. Januar etwas höher vergütet.
Ärztliche Tätigkeiten bei digitalen Gesundheitsanwendungen werden etwas höher vergütet
Komplexversorgung
Zum 1. Januar 2026 entfällt für Ärzte und Psychotherapeuten die zusätzliche Kennzeichnungspflicht, wenn sie Besuchsleistungen abrechnen, die bei erwachsenen Patienten
in der Komplexversorgung stattgefunden haben.
Komplexversorgung für Erwachsene wird einfacher und flexibler
Liposuktion
Bei Patientinnen mit Lipödem im Stadium III können Ärzte ab Januar weiterhin eine Liposuktion abrechnen. Die Verlängerung bis zum 30. Juni 2026 hat der Bewertungsausschuss beschlossen. In der Zwischenzeit soll der EBM angepasst werden, da die Liposuktion künftig unabhängig
vom Schweregrad Kassenleistung ist.
Telematikinfrastruktur
RSA-Konnektoren sind ab dem 1. Januar nicht mehr einsetzbar. Während Arzt- und Praxisausweise mit RSA-Verschlüsselung noch bis Mitte 2026 genutzt werden können,
endete die Laufzeit älterer Konnektoren definitiv am 31. Dezember. Danach funktionieren die Geräte nicht mehr.
Notfalldatensatz
Für die Aktualisierung eines Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte gibt es die neue GOP 01643 (Bewertung: 39 Punkten / 1x im Krankheitsfall). Ärzte können sie abrechnen, wenn sie Notfalldaten wie Allergien und eingenommene Medikamente aktualisiert haben. Sie ersetzt die GOP 01641.
Für die Aktualisierung des Notfalldatensatzes gibt es eine neue GOP
Unfallversicherung
In der gesetzlichen Unfallversicherung gibt es eine Reihe verschiedener Änderungen. So werden die Gebühren für zwei schmerzmedizinische Behandlungsentgelte leicht angehoben: den Erstbericht (Nummer 6003 UV-GOÄ) sowie den Folgebericht (Nummer 6004 UV-GOÄ).
Vergütung für Ärzte in der gesetzlichen Unfallversicherung wird angepasst
Onkologie
Zum 1. Januar 2026 wurde die GOP 86522 für die subkutane medikamentöse Tumortherapie als Zuschlag zu den Kostenpauschalen 86510 und 86512 in die Onkologie Vereinbarung aufgenommen.
Onkologie: Neue Kostenpauschale für subkutane medikamentöse Tumortherapie
mp MRT der Prostata
Mit dem neuen Selektivvertrag „mp MRT der Prostata“ wurde zum 1. Januar ein qualitativ hochwertiges, modernes Diagnostikverfahren eingeführt. Teilnehmen können Radiologen – zuweisende Fachärzte werden mit 10 Euro vergütet.
Beim Vertrag „mp MRT der Prostata“ gilt für zuweisende Fachärzte die GOP 99066
Sozialpsychiatrie
Die sozialpsychiatrische Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird ab diesem Jahr erneut höher vergütet. Die Kostenpauschale 88895 steigt analog zum Orientierungswert zum 1. Januar 2026 um 2,8 Prozent.
Sozialpsychiatrie-Vereinbarung: Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird ab 2026 höher vergütet
Vorhaltepauschale
Die Vorhaltepauschale für Hausarztpraxen wurde neu geregelt. Neu ist ein Zuschlag, den Hausärzte erhalten können, wenn sie bestimmte Leistungen wie Haus- und Pflegeheimbesuche, Schutzimpfungen, Ultraschalldiagnostik und eine hausärztliche Basisdiagnostik anbieten.
Neue Vorhaltepauschale ab Januar: Das sind die Kriterien und so wird abgerechnet